Iran : Der Iranstreit eskaliert – der Ölpreis steigt

Die Drohungen gehen weiter. Der Iran warnt die USA einen jüngst abgezogenen Flugzeugträger zurückzusenden. Unter dem Streit leidet vor allem der Ölpreis.

Reuters/AFP

Der Iran hat nach seinem Seemanöver die USA davor gewarnt, einen jüngst abgezogenen Flugzeugträger zurückzusenden. Das Land werde diese Warnung nicht wiederholen, sagte der Armeechef Ataollah Salehi am Dienstag der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Auf mögliche Konsequenzen ging er nicht ein. Unklar war auch, auf welchen Flugzeugträger er sich bezog. Das Land hat damit gedroht, die Meeresenge von Hormus zu blockieren, falls es internationale Sanktionen gegen Rohölexporte aus dem Land gibt. Durch die Straße von Hormus werden 40 Prozent der Weltölförderung transportiert. Aus Angst vor einer Verschärfung des Konfliktes stieg der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent am Dienstag um mehr als zwei Prozent. Der französische Außenminister Alain Juppe forderte die europäischen Länder auf, dem Beispiel der USA zu folgen und Sanktionen gegen iranische Ölexporte zu verhängen. Hintergrund des Streits ist das iranische Atomprogramm. Der Westen wirft Teheran vor, an der Atombombe zu bauen. Am Dienstag bat der Iran die EU um einen Termin für die Wiederaufnahme der Gespräche über das Atomprogramm. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton solle „ein Datum und einen Ort“ für neue Verhandlungen mit der 5+1-Gruppe aus den fünf UN-Vetomächten USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China sowie Deutschland vorschlagen, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran. Die Atomverhandlungen liegen seit fast einem Jahr auf Eis. rtr/AFP

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