Zeitung Heute : ITB 2001: Rekordbeteiligung

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Weltweit gilt die Internationale Tourismus-Börse (ITB) in Berlin als der wichtigste Branchentreff. Wer rund um den Globus im milliardenschweren Reisegeschäft bleiben will, muss an der Spree präsent sein. In Berlin werden zum einen die touristischen Trends gesetzt, auf der anderen Seite aber auch weltumspannende Verträge in Millionenhöhe geschlossen.

Zur 35. Auflage vom 3. bis 7. März werden mehr als 10000 Aussteller aus 180 Ländern und Regionen unter dem Funkturm erwartet. Laut Messe Berlin ist diese eine Rekordbeteiligung.

Als die ITB 1966 erstmals ihre Tore öffnete, war die Entwicklung zum weltgrößter Branchentreff nicht absehbar. Bei der ersten Präsentation gab es nur ein vergleichsweise bescheidenes Programm. Die noch nicht von hohen Wachstumsraten beglückte Branche zeigte sich zurückhaltend. Im Haus der Kulturen kamen im September 1966 nur neun Aussteller und 250 Fachbesucher. Als erste Länder warben Ägypten, Brasilien sowie Irak, Guinea und natürlich Deutschland um Urlauber. Zum Programm gehörte ein Seminar mit 24 mittel- und westafrikanischen Staaten. Zwei Jahre später stand die Messe auf einer breiteren Basis. Es kamen 65 Aussteller aus 35 Ländern und 1250 Fachbesucher.

Im Laufe der Jahre machte sich die ITB einen Namen. 1979 kamen schon 842 Aussteller aus 79 Ländern nach Berlin. Große Anbieter nutzten im Laufe der Zeit ebenso die Kontakte wie die Vertreter kleiner Karibik- und Pazifik-Inseln.

1985 kam selbst die Volksrepublik China an einer Präsentation in der damals noch durch die Mauer geteilten Stadt nicht mehr vorbei. Vier Jahre später stieg die Zahl der Aussteller auf 2961 aus 152 Ländern und es kamen 30000 Fachbesucher. In diesem Jahr erwartet die Messe rund 60000 Tourismus-Fachleuten aus aller Welt.

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