Zeitung Heute : JAMAIKA SIEGT ZUM SCHLUSS NOCH 2:1 GEGEN JAPAN: Good-bye und Sayonara

LYON (sid).Sayonara Nippon, Good-bye "Reggae-Boyz": Die Novizen Japan und Jamaika beendeten ihren ersten WM-Schnupperkurs am Freitag mit einem 2:1 (1:0)-Sieg für die Mannschaft aus der Karibik.Vor 44 000 Zuschauern im ausverkauften Stade Gerland von Lyon war Jamaikas Mittelfeldspieler Theodore Whitmore mit zwei Toren in der 40.und 54.Minute der Matchwinner seiner Mannschaft.Masashi Nakayama erzielte in der 75.Minute mit dem ersten WM-Tor für Japan den Anschlußtreffer.

Japan und Jamaika zahlten in ihren drei WM-Spielen in Frankreich erwartungsgemäß einiges Lehrgeld.Besonders den Profis aus dem Land des Lächelns, die zusammen mit den ebenfalls in der Vorrunde gescheiterten Südkoreanern die WM-Endrunde 2002 ausrichten, wurde gegen Argentinien, Kroatien (jeweils 0:1) und nun auch gegen Jamaika ihre große Schwäche verdeutlicht: Während die Asiaten im Spielaufbau durchaus versiert sind und auch im technischen und taktischen Bereich gefielen, versagten sie vor dem gegnerischen Tor zumeist kläglich.

Auch gegen Jamaika vergaben die Japaner ein Dutzend sogenannter "todsicherer" Möglichkeiten.Wenn sie nicht am eigenen Unvermögen scheiterten, war Jamaikas Keeper Aaron Lawrence die Endstation.Bei den "Reggae-Boyz" bestätigte sich der Eindruck aus den beiden deftigen Niederlagen gegen Kroatien (1:3) und Argentinien (0:5), als das Team des brasilianischen Trainers Rene Simoes zum Teil wie ein Hühnerhaufen wirkte.

Fazit des ersten WM-Auftritts beider Teams ist, daß die Fans der Japaner schon jetzt Weltklasse sind.Am Freitag in Lyon waren erneut rund 20 000 asiatische Anhänger, die ihre Mannschaft mit unentwegten "Nippon-Sprechchören" anfeuerten.Daran ist zu ermessen, wie populär der Fußball in der japanischen J-League ist, wo unter anderem die ehemaligen deutschen Nationalspieler Pierre Littbarski, Guido Buchwald und Frank Ordenewitz spielten.

Bei den Männern aus der Karibik bleibt das technische Potential vieler Spieler festzuhalten, das durch fundierte Aufbauarbeit erfahrener Trainer weiter ausgereizt werden kann.Nach vier Jahren und insgesamt 143 Spielen nimmt der Brasilianer Simoes als Trainer seinen Abschied von Jamaika.

Beste Spieler auf seiten der Japaner waren Naoki Soma und Spielmacher Hidetoshi Nakata.Neben dem zweimaligen Torschützen Whitmore ragte bei Jamaika noch Ricardo Gardener heraus.

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