Zeitung Heute : Jeder kann etwas tun

Rolf Brockschmidt

Spätestens seit der großen Flut im vergangenen Jahr und der großen Hitze in diesem Sommer wächst die Einsicht, dass unser Klima vielleicht doch nicht so prima ist. Deutschland hat zwar das Kyoto-Protokoll unterzeichnet und sich verpflichtet, die schädlichen Treibhausgase bis 2012 um 21 Prozent zu senken. So weit, so gut. Aber was geht das jeden Einzelnen an? Was kann ich tun und was nützt mein Tun, wenn andere – etwa die USA – nicht mitmachen? Hier setzt die 2001 gegründete Deutsche Energie-Agentur (Dena) mit ihrer „Aktion Klimaschutz“ an. Natürlich rette ich allein nicht sofort das Klima, wenn ich meinen Fernseher wirklich ausschalte, aber viele Fernseher vieler Bürger verbrauchen übers Jahr gerechnet doch eine Menge Energie unnütz .

Diese Beilage zeigt, wo der Einzelne ansetzen kann, Energie zu sparen oder effizienter zu nutzen. Und das macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar. Wir stellen die Dena und ihre Arbeit vor, zeigen, wie man im Haushalt bei vielen Geräten ganz bewusst Strom sparen kann. Ein großes Potenzial bietet zum Beispiel die Altbausanierung und der Einsatz von Solarenergie. Aber Klimaschutz bedeutet auch ein Nachdenken über Mobilität und effiziente Nutzung von Verkehrsmitteln sowie die Erforschung und Nutzung alternativer Energien. Die Anregungen können sich nicht auf diese Beilage erschöpfen, deshalb findet vom 17. bis zum 18. November in Berlin ein Ideenkongress unter dem Motto „Was tun?“ statt. Denn es reicht nicht, die Verantwortung auf die Industrie zu schieben, jeder kann und muss etwas tun.

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