Zeitung Heute : Jobs in I+K-Branche Stellen können nicht besetzt werden

Die Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) suchen händeringend Mitarbeiter. Der Vorsitzende des Fachverbandes Informationstechnik, Jörg Menno Harms, sagte anläßlich der Mitgliederversammlung seiner Organisation in Hamburg, in der Branche könnten derzeit etwa 75 000 Stellen nicht besetzt werden. Sein Verband schätze, daß bis zum Jahr 2010 mindestens 250 000 zusätzliche Arbeitsplätze in der IuK-Branche entstehen werden. Ausgehend von heute 771 000 Erwerbstätigen werde dann ein Volumen von gut einer Million erreicht. Eine der vordringlichen Aufgaben deutscher Politik müsse es sein, diese Arbeitskräfte entsprechend kurzfristig zur Verfügung zu stellen.Harms räumt ein, daß seine Branche vor sechs Jahren "nicht genügend getrommelt" habe, um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen. Nicht einmal 5000 Informatiker hätten 1997 die deutschen Hochschulen verlassen. Für 1998 werde eine Zahl von etwa 5500 und in diesem Jahr von nicht mehr als 6500 erwartet.Nach Angaben von Harms wollen die Unternehmen seiner Branche dafür eintreten, die Zahl der Ausbildungsplätze für neue IT-Berufe von derzeit 15 000 auf 40 000 zu erhöhen. Die Bundesregierung werde aufgefordert, die Zahl der Umschulungsplätze der Bundesanstalt für Arbeit von derzeit 30 000 auf 50 000 zu erhöhen. Die Hochschulen sollten den Studenten mehr Praxisorientierung bieten.

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