Zeitung Heute : JUSTIZ

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Als „Schöffe Gnadenlos“ wurde Bernd Ramm (64) in den Schlagzeilen bezeichnet, nachdem er in einer aufsehenerregenden Zeitungsanzeige härtere Strafen für Gewalttäter gefordert hatte. Im Schöffenamt wolle er sich nun dafür einsetzen, schrieb Ramm – doch einen Monat später ging es bei seinem ersten Termin als Laienrichter am Landgericht gestern um den Diebstahl eines Teddys für 3,95 Euro. Den soll der bislang unbescholtene Horst C. (66) geklaut haben. In erster Instanz war er zu einer Geldstrafe von 240 Euro verurteilt worden. Er legte Berufung ein und kam so zum zu einer Kleinen Strafkammer. Schöffe Ramm aber hatte noch nichts zu sagen: Das Verfahren wurde gegen 100 Euro Geldbuße eingestellt. Ramm fand das „sehr gut“. K. G.

Arzt griff schlafende Tochter an

Ein 70-jähriger Arzt muss sich seit gestern wegen Mordversuchs an seiner 14-jährigen Tochter verantworten. Der Reinickendorfer soll das schlafende Mädchen in seinem Kinderzimmer gewürgt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Vater auf Grund schwerer Depressionen schuldunfähig war; ihn soll eine eingebildete Angst vor Verarmung getrieben haben. Zu Beginn des Prozesses räumte der Arzt die Vorwürfe pauschal ein. Das Berliner Landgericht schloss anschließend die Öffentlichkeit aus. Den Ermittlungen nach hatte der Vater seine Tochter in den Morgenstunden des 1. Mai 2004 massiv gewürgt. Als sie ihre Liebe zu ihm beteuerte, soll er von seinem Vorhaben abgelassen haben. K. G.

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