Zeitung Heute : Kein Ort für Rock-Röhren, sondern für Leute mit Hertz

REINHART BÜNGER

VON REINHART BÜNGER

Die Titel waren Programm."Der deutsche Rundfunk", "Die Sendung", "Funk" - so hießen die ersten Publikationen, die sich mit dem - damals - neuen Medium beschäftigten.Das waren in den 20ern einerseits von der Funkindustrie verlegte, technische Fachzeitschriften, sowie von den Funkgesellschaften herausgegebene Programmblätter.Während die Fachzeitschriften vor allem über die Technik des Hörfunks berichteten, hatten die offiziösen Programme zunächst nur die Aufgabe, Gebührenzahler für das neue Medium zu werben.Der SFB versucht das übrigens heute noch - mit der Zeitschrift "RadioKultur".Beide Grundtypen differenzierten sich ab Mitte der 20er Jahre - bis zum Entstehen der Rundfunkillustrierten, die sich seit Ende der 20er Jahre bis heute gehalten haben. Ein Titel freilich blieb, was er immer war, das Organ der (Semi-) Professionellen: Die "Funkschau", 1927 zunächst als "Der Bastler" erschienen, ist heute die traditionsreichste Elektronik-Zeitschrift weltweit.Auf das Jubiläum wurde am Montag abend im Restaurant "Zur Nolle" an der Friedrichstraße angestoßen.Chefredakteur Oliver Häussler sagte zur alten und neuen Ausrichtung, die "Funkschau" habe stets Pionieren, Visionären und Erfindern ein Forum geboten.So soll es bleiben.Dank Häussler verpaßte die "Funkschau" auch in "Digitalien" nicht den Anschluß - mit einer Redaktion, die sich der elektronischen Kommunikation verschrieben hat.30 000 Exemplare werden alle zwei Wochen verkauft; das Jubiläums-Heft enthält neben einem Rückblick, eine Vorschau auf künftige Trends.

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