Zeitung Heute : Keine Schule fürs Leben

Jana Simon

Manchmal trifft Manuela N. die Peiniger ihres Sohnes und deren Eltern auf der Straße oder beim Einkaufen im Supermarkt. Sie sieht Rick G., der immer ein rotes Basecap trägt und seinen Vater, den Geschäftsmann, vor dem sie sich ein wenig fürchtet, denn er hat Einfluss in Elsterwerda, Kleinstadt in Brandenburg, 11000 Einwohner. Ab und zu begegnet ihr auch die Mutter von Oliver S., die sie feindselig mustert und dann wegschaut. Am liebsten würde Manuela N. dann schreien, sich auf sie stürzen, einfach irgendetwas tun, einmal völlig ausrasten, dass alle ihre Wut sehen könnten. Denn nichts ist schlimmer als diese Ohnmacht, die sie niederdrückt. Aber sie darf nicht. Viele Menschen in Elsterwerda halten Manuela N. sowieso schon für durchgedreht, hysterisch, „reif für die Klapper“. Und sie möchte sich keine Blöße geben. Nicht hier, nicht vor denen. Also packt sie ruhig die Milchtüten, das Gemüse in ihren Korb und läuft weiter. Es gibt kein Entrinnen, die kurzen Wege der Kleinstadt führen Täter und Opfer immer wieder zueinander. Die Familien kennen sich seit Jahren – die Väter vom Fußballverein, die Söhne aus der Schule, die Mütter von der Arbeit oder von Kindergeburtstagen. Nach außen schien alles friedlich. Bis zu dem Tag im Mai 2001 als in der Lokalzeitung ein Artikel erschien mit der Überschrift: „Mitschüler gefoltert“ und der Idylle ein jähes Ende bereitete.

Manuela N. sitzt auf der Couch in ihrem Wohnzimmer, sie hat lange braune Haare und trägt einen rosa farbenen Pullover. Aktenordner liegen vor ihr, weiße Blätter stecken in Klarsichtfolien. Sie hält ihren Rücken gerade, es sieht unnatürlich aus, als erlaube sie sich keine Bequemlichkeit mehr, immer auf der Hut vor einem unerwarteten Angriff. Auf dem Ofen steht das Strafgesetzbuch, das sie und ihr Mann sich gekauft haben nach der Sache mit Michael, ihrem Sohn. Sie wollten selbst nachlesen, in den Paragrafen nach Erklärungen suchen und Genugtuung. Es hat nicht viel geholfen.

Manuela N. hat die Aussagen der Mitschüler von Michael bei der Polizei auf dem Tisch ausgebreitet. Sie hat schon viele Male so dagesessen, nach vorn gebeugt, und gelesen, versucht zu ergründen, was geschehen ist und warum. Einige Passagen kann sie inzwischen auswendig. Die Sätze erklären nicht, wie aus ihrem Sohn Michael, dem blonden kräftigen Jungen, Mannschaftskapitän beim FC Rot-Weiß Elsterwerda, ein Opfer werden konnte. Sie klagt an, Lehrer, Schule, Schüler, Eltern, sie spricht schnell und eindringlich, wie Menschen, die fürchten, dass sich ihr Gegenüber jeden Moment abwendet. Man ahnt, es haben ihr nicht viele zugehört in der letzten Zeit.

Die Macht des Schweigens

Michael betrachtet seine Mutter vom Sessel aus, er hört ihr schweigend zu. Ab und zu sieht es aus, als würde er am liebsten aufstehen und ihr den Mund zuhalten. Im nächsten Moment wirkt er erleichtert, als sei er froh, dass sie das ausspricht, worüber er kaum reden kann. Michael trägt Jeans, ein grünes Sweat-Shirt mit der Aufschrift Buffalo und bemüht sich, gelassen zu bleiben. Er ist jetzt 16, das Alter, in dem einem alles peinlich ist, vor allem alles, was mit Sexualität zu tun hat. Und das, was ihm passiert ist, lässt ihn zu Boden sehen. Über mehrere Monate wurde er von vier Mitschülern gedemütigt, geschlagen und sexuell misshandelt. Es ist eine Geschichte der Gewalt, und der Sprachlosigkeit zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Sie endet nicht wie in Erfurt. Zum Glück.

Vielleicht ist es wahr, dass es in jeder Klasse einen oder eine gibt, auf die sich alle Gemeinheiten konzentrieren. In der siebten Klasse der Realschule Elsterwerda/Biehla war das Matthias E., er wurde verprügelt und eingeschüchtert. Damals muss sich die Stimmung in der Klasse verändert haben, die Schüler teilten sich auf in die, die die Macht hatten, und die, die stumm duldeten. Auch Michael blieb still. Irgendwann hat sich Matthias E. gewehrt. Warum es danach, in der achten Klasse, Michael traf, weiß niemand. Vielleicht hatte er zu viele Tore geschossen, vielleicht trug er das falsche Trikot – das von Werder Bremen und nicht das von Bayern.

Es begann damit, dass er die Taschen der anderen Jungs tragen und ihnen Getränke aus der Cafeteria holen musste. Wenn er sich weigerte, wurde er bestraft. Sie übergossen ihn mit Limonade, schnitten ihm während des Unterrichts die Haare ab, nahmen ihm die Stifte weg. Michael wusste, dass viele merkten, was mit ihm passierte. Geholfen hat ihm keiner, auch kein Lehrer. Wenn man die späteren Geständnisse seiner Mitschüler liest, kann man die Spur der Gewalt verfolgen, sie entwickelt sich vorsichtig, die Grenzen abtastend, bis es kein Halten mehr gibt. Michael wurde langsam gebrochen, bis er sich immer mehr seinem Schicksal fügte. Er war allein, und sie drohten mit Schlägen, wenn er etwas sagen würde. Seine Eltern hatten ihm immer gesagt: „Sei freundlich und nett zu den anderen.“ Heute denken sie darüber nach, ob das ein Fehler war. Höflichkeit kann tödlich sein. Und es wurde immer schlimmer.

Auszüge aus den Polizeivernehmungen: Schüler Sebastian O.: „Wir sind neun Jungs in der Klasse. Bei der Sache mit dem Schraubendreher waren alle Jungs im Umkleideraum … In zwei Fällen hat der G. sich hinter den Michael gestellt. Ich und der S. hielten ihn an den Armen fest, und G. schob einen mitgebrachten blauen Schraubendreher mit dem Holzgriff in den After ein. Die anderen Jungs haben zugesehen und gelacht. Einen Grund für unser Handeln hatten wir nicht. Wir hatten einfach unseren Spaß daran.“

Sören W.: „Michael hat versucht, sich zu wehren, hatte aber keine Chance. Schmerzensäußerungen habe ich von Michael nicht gehört, eher hat er so quieck, quieck gemacht wie ein Schwein.“ Wie war es, dabei zuzusehen?

Zeuge Sören W.: „Der G. hat in unserer Klasse das Sagen, und jeder hat gemacht, was er sagte. Ich persönlich habe mich nicht daran beteiligt, den Michael mit der Latte oder dem Schraubenzieher zu quälen. Allerdings habe ich auch nichts dagegen unternommen, weil ich nicht der Nächste sein wollte.“

Die damals 14- und 15-Jährigen beschuldigen sich gegenseitig und streiten darüber, ob Michael seine Unterhose bei den Quälereien an hatte oder nicht. Einer sagt schließlich, die Hose sei unten gewesen. Und es passierte mehrmals immer vor dem Sportunterricht, drei Mal die Woche über Monate. Mal nahmen sie einen Schraubenzieher, ein anderes Mal eine Holzleiste. Wie oft es wirklich geschehen ist, weiß niemand, Michael hat der Polizei nicht alles angezeigt. Er hat sich geschämt. Einmal musste sie ihn nach Hause fahren, Michael war während des Gesprächs übel geworden.

Michael ist noch immer ein sehr ruhiger Junge, manchmal fast unheimlich ruhig. Die Wut, die da sein muss, bleibt unter der Oberfläche. Vielleicht wäre einmal ein richtiger Ausbruch mit Tränen und Schreien gut gewesen. Auch wenn er gequält wurde, ist er jeden Tag zur Schule gegangen. Er hat nicht versucht, sich zu entziehen. Dieses Pflichtgefühl lässt seine Mutter manchmal schaudern. Sie hat ihn früher oft daran erinnert, dass er seine Sportsachen nicht vergessen soll. „Dabei wusste er ganz genau, wann wieder Sport war.“ Im Nachhinein scheint seinen Eltern alles ganz klar, sie hätten es merken müssen und sie machen sich Vorwürfe. Es gab Hinweise, kleine Zeichen, aber sie wollten nicht an das Undenkbare glauben. Der Mutter fiel auf, dass ihr Sohn im Traum manchmal aufschrie, dass er sich mehrmals am Tag wusch, dass er von ihr verlangte, seine Boxershorts vorn zuzunähen. Und er wünschte sich Boxhandschuhe zu Weihnachten, obwohl er immer nur Fußballspieler sein wollte. Manchmal sah sie seine blauen Flecken am ganzen Körper. „Vom Fußball“, beschwichtigte er. Für sein Schweigen hat seine Mutter keine Erklärungen. „Vielleicht wollte er nicht auch noch sein Heim damit beschmutzen und er hatte Angst, niemand würde ihm glauben.“

Einmal gingen die Täter dann zu weit. Am 7. Mai 2001 schlug Rick G. Michael in der Schule ein blaues Auge. Einfach so. Diesmal war die Verletzung für jeden sichtbar, diesmal fragte Manuela N. härter nach also sonst, und diesmal gestand Michael nach langem Abstreiten: „Der Rick hat mir eine reingehauen.“ Darauf rief die Mutter in der Schule an, die Klassenlehrerin wusste nichts, sagte aber: „Ich wundere mich sowieso, was der Michael alles wegsteckt.“ Am nächsten Tag zeigte Manuela N. Rick G. an. Sie hatte den Fall nach außen getragen, das kam nicht gut an in einer Kleinstadt. Die anderen Schüler erzählten nach und nach, was sonst noch passiert war, Michael bestätigte zaghaft. Die Mutter war verzweifelt, dachte an Strafe, an Rache und meldete auch die übrigen Täter der Polizei. Bald kamen die ersten Stimmen, die fragten, ob das denn sein könne. Die Mutter sei doch hysterisch, die Lehrer hätten etwas merken müssen. Es durfte nicht wahr sein. Langsam kehrte man sich vom Opfer ab. Noch heute bekommt die Familie anonyme Anrufe. Die Nachbarn reden hinter den Gardinen, keiner aus der Klasse oder von den Eltern, haben Familie N. je besucht oder gesagt, dass es ihnen Leid tut. Auch die Lehrer nicht. Die Sprachlosigkeit hat sie einsam gemacht, nur noch wenige Freunde kommen vorbei. Bei Familie N. hat sich alles verändert, bei den anderen nichts. Seitdem leben sie wie hinter Glas, sie schauen heraus, und alle schauen zu ihnen hinein, aber sie gehören irgendwie nicht mehr dazu.

Wo sind die Lehrer?

Eine Woche wurden die vier Täter vom Unterricht ausgeschlossen. Auf Wunsch seiner Eltern kam Rick G. in eine andere Schule, er ging freiwillig. Sein Vater sieht ihn als Opfer: „Er hat Selbstmordgedanken.“ Er habe mit Rick geredet, na gut, der habe Scheiße gebaut, aber es werde zu hochgespielt. Die anderen Peiniger blieben an der Schule. Michael wechselte in die Parallelklasse. Er wollte die Schule nicht verlassen. „Warum sollte ich gehen“, sagt er heute. Er möchte zeigen, dass er keine Angst hat, wenigstens jetzt im Nachhinein. Seine Eltern respektieren diesen Wunsch. „Aber wir haben damit gerechnet, dass die alle von der Schule fliegen.“ Die Lehrer kannten die Geschichten, auf einer Schulkonferenz hatten die vier Täter gestanden. Wo sind die Lehrer in dieser Geschichte? Wie ist es möglich, dass sie nichts gesehen haben, wenn einem Schüler im Unterricht die Haare geschnitten werden, wenn einer über Monate geschlagen wird, im Schulhaus?

Sie fühlen sich angegriffen. Die ehemalige Klassenlehrerin möchte nichts mehr sagen, nur dass es endlich vorbei sein soll. Im Schulhaus der Realschule Elsterwerda/Biehla steht Direktor Horst Frase vor seinem Zimmer, die Hände vor dem Bauch verschränkt, er sieht aus, als würde er am liebsten die Tür zuknallen. Es gibt keine Beschwerden. „Es herrscht eine Superatmosphäre hier“, sagt er. Ja, das mit dem Michael sei ein Schock gewesen, damals, aber das sei ja schon ein Jahr her, da müsse es jetzt mal gut sein. Im Schulhaus hängt nun ein „Kummerkasten“. Ansonsten ist alles wieder ruhig. Der Sportlehrer, ein kleiner, rundlicher Mann mit Igelfrisur läuft den Gang entlang, vor seinen Stunden haben sie Michael gequält. Er hat nichts bemerkt: „Ich dachte die Jungs verstehen sich bombig“, sagt er. Mit dem Michael sei jetzt alles in Ordnung, nur mit den Eltern habe sich das Verhältnis „irgendwie verhärtet“. Er findet, es sei kein Problem, dass Michael mit den drei verbliebenen Tätern wieder gemeinsam Unterricht hat – das Wahlpflichtfach. „Er sitzt vorn, die anderen hinten. Da kann nichts passieren.“ Und dass Täter und Opfer zusammen zur Abschlussfahrt der 10. Klasse sollen? Er lässt die Schultern fallen, da könne man wohl nichts machen.

Vor der Schule stehen die Schüler, kichern und blasen den Rauch ihrer Zigaretten in die Luft. Lydia, ein rothaariges Mädchen war früher mit Michael in einer Klasse, jetzt geht sie auf das Gymnasium. Sie erzählt von einer Fahrt in der 7. Klasse, dort hätten die Jungs Fotos von Michael gemacht, Fotos mit nacktem Geschlechtsteil. „Alle haben die Bilder gesehen auch die Lehrerin. Sie hat mitgelacht.“

Der Vater von Michael sitzt im Wohnzimmer und betrachtet seine Frau, sie redet ohne Pause, die Wörter fließen ineinander über. Er sieht erschöpft aus. Bis heute kann er nicht fassen, dass sein Sohn „nicht mit denen auskam“. Und dass das wirklich ihnen geschehen ist. Es hat seine Familie an den Rand gedrückt oder in den Mittelpunkt gerückt, je nachdem, wie man es betrachtet. Sie wollten diese Rolle nie. Sie haben ihr ganzes Leben in dieser Stadt verbracht. Es war ein unauffälliges Leben. Beide wurden in der Umgebung von Elsterwerda geboren, sind hier zur Schule gegangen, haben bis 1995 bei „Schraube“ gearbeitet, dem Schraubenwerk. Dann wurde entlassen. Der Vater ist jetzt beim Katasteramt, die Mutter arbeitslos. Sie hat sehr viel Zeit, und in dieser Zeit laufen ihre Gedanken Amok. Sie erinnert sich an Geburtstage, bei denen einer der Täter in ihrem Haus war. Sie wartet auf Erklärungen und Entschuldigungen von allen Seiten, sie kommen nicht. Manuela N. hat an Doris Schröder-Köpf und an den Bildungsminister von Brandenburg geschrieben. Beide antworteten, sie seien nicht zuständig. Der Minister schickte eine Osterkarte, er wünsche alles Gute.

Die Mutter hält alles schriftlich fest, wann wer anruft, wer was sagt. Die Ereignisse haben sie misstrauisch gemacht, sie hat das Gefühl, den Entscheidungen anderer ausgeliefert zu sein. Mit schwarzem Kugelschreiber hat sie ihre Eindrücke auf DIN-A4-Blätter notiert: „Heute beginnen wir, weil alles so gelaufen ist mit dieser Rechtsprechung und durch das Verhalten der Schule, zu hassen.“ Auf den Gerichtsprozess im Frühjahr dieses Jahr hatte Familie N. gehofft. Doch Michael wurde nicht gehört. Er musste draußen auf dem Flur warten, wieder stumm. Er wollte aussagen, sogar seine Psychologin hatte das empfohlen. Am Ende hörte er, dass von den Anklagepunkten schwere Körperverletzung und Vergewaltigung, nur die Körperverletzung übrig geblieben war. Seine Mitschüler wurden zu 100 Sozialstunden verurteilt. Außerdem sollten sie sich bei Michael entschuldigen. Nur einer hat es bisher getan.

Staatsanwalt Hans-Joachim Helbig sagt, der Vorwurf der Vergewaltigung sei nicht zu halten gewesen. Michael habe bei der Polizei zu wenig ausgesagt und sich widersprochen. „Im Gerichtssaal hätten die Anwälte der Mitschüler ihn auseinandergenommen, ihn fertig gemacht.“ Vielleicht hat er Recht. Aber vielleicht hätte es dann ein Ende gehabt, für Michael und seine Familie – einmal alles sagen und dann Schluss. So haben sie das Gefühl, dass sich die Kleinstadt gegen sie verschworen hat, dass die Täter mit geringen Strafen davon gekommen sind und alle sie belächeln. Deshalb möchte Manuela N., dass wenigstens die Lehrer bestraft werden. Irgendeiner muss doch verantwortlich sein. Sie hat Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Es ist nichts passiert, niemandem.

Ihr Sohn will Ruhe, aber er bekommt sie nicht. Nach Bayern zur Abschlussfahrt ist er nicht mitgefahren, die Täter auch nicht. Plötzlich hieß es, sie hätten bei der letzten Reise Alkohol getrunken. Die Lehrerin sagte zu Michael: „Es ist nicht wegen dir.“ Also war es wieder nur ein halber Sieg. Michael sieht die anderen jeden Tag in der Schule. Und er macht eine Therapie, die Psychologin sagt, er sei traumatisiert. Wenn er von etwas Schönem träumt, ist da immer eine Bedrohung im Hintergrund. „Ich kann mich über nichts mehr richtig freuen“, sagt er. Alle wissen es, und er weiß, dass sie es wissen. Beim Fußball witzeln sie jetzt manchmal: „Wir holen gleich den Schraubenzieher.“ Was soll er dazu sagen? Er bleibt still. Michael sagt, dass Rick G. ihn seit kurzem mit dem Motorrad verfolge, er fahre stumm neben ihm her. Hat er einmal daran gedacht, Elsterwerda zu verlassen? „Ja, schon“, sagt er und schaut zu seinen Eltern. Aber sie können nicht einfach verschwinden. Sie haben ihr Haus hier gebaut, und der Vater hat Arbeit. Außerdem liegt ein Kind von ihnen auf dem Elsterwerdaer Friedhof. Es war kurz nach der Geburt gestorben.

Vor zwei Wochen hat Familie N. die Ereignisse von Erfurt im Fernsehen verfolgt. Sie haben dann schnell abgeschaltet. Der Sportlehrer hat versucht, das Thema am nächsten Tag in der Schule anzusprechen. Michael und die anderen Schüler machten sich lustig: „Ja, es ist schlimm, dass Bayern nicht Meister geworden ist.“ Lehrer und Schüler hatten sich nichts zu sagen.

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