Zeitung Heute : Keine Zurückstellung vom Wehrdienst

Der Verlust eines Ausbildungsplatzes rechtfertigt in der Regel keine Zurückstellung vom Wehrdienst.Das sei nur dann möglich, wenn der Betroffene nach Ableistung des Wehrdienstes die Lehre weder an derselben Stelle noch anderweitig nachholen kann oder dies nur mit einem zusätzlichen unverhältnismäßigen Zeitverlust möglich ist.Das ist im Regelfall jedoch eher unwahrscheinlich, weil der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist, den geschlossenen Ausbildungsvertrag nach Ablauf des Wehrdienstes zu erfüllen, berichtet das Magazin für Berufsbildung "position" unter Verweis auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.Der einstweilige Verzicht der Bundeswehr auf Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz nachweisen konnten, gilt seit 1993 nicht mehr.Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) konnten zum Ausbildungsbeginn 1997 bundesweit rund 1100 Lehrstellen wegen kurzfristiger Einberufung nicht termingemäß angetreten werden.(Az: 8 C 21.97) Tsp / ADN

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