Zeitung Heute : „Keinen Schuss mehr frei“

Das Interview mit dem Bundespräsidenten ist von politischen Verbündeten wie von politischen Konkurrenten aufmerksam registriert worden. Hier einige Reaktionen:

„Ich bin sicher, dass Christian Wulff damit erfolgreich Vertrauen in der Bevölkerung zurückgewinnen wird.“

Hermann Gröhe, CDU-Generalsekretär

„Ich finde, das ist sehr zu respektieren, und ich appelliere nun an die Vertreter aller demokratischen Parteien, das höchste Amt in unserem Staat, das Amt des Bundespräsidenten, nicht zu beschädigen.“

Gerda Hasselfeldt, Vorsitzende

der CSU-Landesgruppe im Bundestag

„Es ist gut, dass Christian Wulff zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen heute öffentlich Stellung genommen und Fehler eingeräumt hat. Das war ein wichtiger Schritt.“

Patrick Döring, designierter

FDP-Generalsekretär

„Der Bundespräsident hat jetzt zu allen Vorwürfen klar Stellung bezogen. Ich respektiere seine Darstellung der Ereignisse, und das sollten alle anderen auch.“

Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionschef

im Landtag von Schleswig-Holstein

„Christian Wulff ist kein Opfer einer Medienkampagne, sondern hat mit Problemen zu kämpfen, für die er selbst verantwortlich ist. Das war kein Befreiungsschlag und wird die Debatte nicht beenden.“

Hubertus Heil, SPD-Vizefraktionschef

„Noch immer sind viele Fragen offen. Noch immer verharrt er in seiner Taktik des Aussitzens und des Verharrens. Er hat ein gestörtes Verhältnis zur Presse, zur Wahrheit und zum Geld. Sein Handeln in den vergangenen Wochen hat das Amt und unser Land beschädigt.“

Gesine Lötzsch, Vorsitzende

der Linkspartei

„Dieser Bundespräsident hat keinen Schuss mehr frei.“

Alexander Schweitzer, rheinland-

pfälzischer SPD-Generalsekretär

„Christian Wulff hat sich als Opfer dargestellt. Wenn er in der öffentlichen Verwaltung tätig wäre, würde er sofort entlassen. Das ist ihm überhaupt nicht klar.“

Vera Lengsfeld, CDU-Politikerin

und ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin

„Das war ein öffentlich zelebrierter Kniefall, eine massive Demutsgeste.“

Bernhard Pörksen, Medienforscher

aus Tübingen
Tsp

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