Zeitung Heute : Kenianer sprechen von Völkermord

Berlin/Nairobi - Die Regierung des umstrittenen kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki wirft der Opposition um seinem knapp unterlegenen Gegenspieler Raila Odinga „ethnische Säuberungen“ vor. Odinga wiederum hielt Kibaki und der von ihm kommandierten Polizei einen „Völkermord“ vor. Trotz eindringlicher internationaler Appelle für ein Ende der Gewalt sind die beiden Politiker bisher nicht bereit, miteinander zu sprechen. US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr britischer Kollege David Milliband drängten beide Seiten zu einem „Kompromiss“. Der Wahlleiter, Samuel Kivuitu, der am Sonntag das umstrittene Wahlergebnis verlesen hatte, sagte am Mittwoch, er habe „unter Druck“ gestanden. Wörtlich sagte er dem „Eastafrican Standard“: „Ich weiß nicht, ob Präsident Kibaki gewählt worden ist.“ Die EU-Wahlbeobachter hatten am Dienstag bemängelt, dass die Wahl „internationalen Standards“ nicht genügt hätte. Tsp

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