Klimawandel und der Wasserkreislauf : Land unter

Hochwasser gehört zu den Klimarisiken, auf die sich Deutschland einstellen muss. In Berlin geht es darum, dem Starkregen zu trotzen.

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Wasserprobe. Wenn Flüsse über die Ufer treten, nehmen sie Schadstoffe mit. Das können Chemikalien sein oder Keime. Gesund ist das nicht.
Wasserprobe. Wenn Flüsse über die Ufer treten, nehmen sie Schadstoffe mit. Das können Chemikalien sein oder Keime. Gesund ist das...Foto: Marcin Robert Balc

In der Kölner Altstadt gehört es zur Folklore, dass der Rhein jedes Jahr, wenn in der Schweiz der Schnee schmilzt, über seine Ufer treten kann. Nach den dramatischen Hochwassern 1993 und 1995 haben die Kölner angefangen, sich über den Hochwasserschutz Gedanken zu machen. Rund vier Milliarden Euro haben allein diese beiden Katastrophen gekostet. Seither stieg der Rhein 1998, 2002 und 2003 noch einmal so stark an, dass die Altstadt in Gefahr war oder teilweise überflutet wurde. 2005 hat Köln damit begonnen, eine weitere Verteidigungslinie gegen die Flut aufzubauen. Mit einer Mauer wird die Altstadt nun vor dem Wasser geschützt. Wenn der Rhein nicht über 11,30 Meter hinaus anschwillt, bleibt die Kölner Innenstadt nun trocken.

In Köln haben sie das mit den Hochwassern aber immer ziemlich gelassen genommen. Das hat Reinhard Vogt immer wieder beklagt. 2008 sagte er dem Deutschlandfunk, was er dann noch oft wiederholt hat: „In Köln ist das Riesenproblem schon immer gewesen, dass man sagt: Es kütt wie es kütt oder es is noch immer jut jegange! Das sind natürlich für den Hochwasserschutz nicht die idealen Sprüche!“ Der Chef der Hochwasserschutzzentrale in Köln ist im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen.

Hochwasseramnesie

Vogt hat das beschrieben, was Fachleute als „Hochwasseramnesie“ beschreiben. Das bedeutet in etwa: Nachdem die Schäden beseitigt sind, vergessen die Opfer des Hochwassers und die Menschen in den Dörfern oder Städten, die überflutet waren, einfach, dass es dagewesen ist und machen weiter wie zuvor. Diese Hochwasseramnesie wird durch die hohe Hilfsbereitschaft im Katastrophenfall noch befördert. Wenn ganze Landstriche unter Wasser stehen, kommen schnell hohe private Spenden zusammen und der politische Druck, umfangreiche Hilfen aus Steuergeld bereitzustellen ist hoch.

So ist das auch entlang der Elbe und der Donau, wo in den vergangenen 20 Jahren besonders häufig Katastrophenalarm wegen Hochwasser ausgelöst werden musste. Die Elbe hat nicht nur 2002 und 2013 bei den verheerenden Sommerhochwassern schwere Schäden angerichtet. 2006 trat sie im Frühjahr über ihre Ufer. An der Donau hieß es 1999, 2002, 2005, 2006, 2011 und 2013 Land unter. Beide Flussgebiete werden aus kleinen Bächen aus den Bergen gespeist, und diese Flüsschen haben ebenfalls dramatische Bilder erzeugt, 2002 beispielsweise entlang der Weißeritz und der Mulde in Sachsen. 2010 richteten die Donau-Nebenflüsse Iller, Lech und Isar gewaltige Schäden an. Allein die beiden Großkatastrophen in den Sommern 2002 und 2013 haben volkswirtschaftliche Schäden von neun beziehungsweise elf Milliarden Euro hinterlassen. Und zwar nur in Deutschland. Beide Katastrophen haben aber an den deutschen Grenzen nicht haltgemacht. Der Elbeflut gingen beide Male auch Überschwemmungen an der Moldau in Tschechien voraus. Und die Donau trug ihren Hochwasserscheitel bis ins Schwarze Meer – und hinterließ auf ihrem Weg zum Teil hohe Schäden.

Mit Gummistiefeln und Sandsäcken im Wahlkampf

Nach jeder Flutkatastrophe spielt sich dann ein Ritual ab, das bis in die Wortwahl hinein jedes Mal nahezu gleich abläuft. Kanzlerinnen und Kanzler, Ministerpräsidenten und Umweltminister reisen mit Gummistiefeln bewaffnet ins Flutgebiet, schleppen ein paar Sandsäcke und versprechen Hilfe. Dann fordern Politiker aller Parteien „den Flüssen mehr Raum zu geben“. Niemand widerspricht. Und dann geht das Anliegen wieder dahin, wo es schon in den Jahren zuvor verhandelt worden ist: auf die Beamtenebene. In Bund-Länder-Arbeitsgruppen und in Flussgebietskommissionen wird dann jahrelang verbissen um jeden Quadratmeter Fläche gekämpft, der dem Fluss womöglich zurückgegeben werden könnte.

Dabei haben die Verhandlungsgruppen vor allem seit 2002 Grundlagen geschaffen, auf denen sie sich von Katastrophe zu Katastrophe hangeln. Inzwischen gibt es für ganz Deutschland Risikokarten, in denen potenzielle Investoren sehen können, ob es eine gute Idee ist, in ein bestimmtes flussnahes Bebauungsgebiet zu gehen, oder ob es besser wäre, einen anderen Bauplatz zu finden. Die Risikokarten dienen aber nicht nur zur Orientierung. Sie bringen auch Verpflichtungen mit sich. Wer im Risikogebiet neu baut, muss damit rechnen, dass sein Haus nicht versicherbar sein könnte. Und er sollte darauf verzichten, die Haustechnik in den Keller zu versenken. Stattdessen müssen Heizung und Warmwasserbereitung aufs Dach. Schließlich kann der Keller immer mal mit Wasser volllaufen.

Bund und Länder legen ein gemeinsames Hochwasserprogramm vor

Das ist aber nicht das einzige Ergebnis der Bund-Länder-Bemühungen. Im vergangenen Herbst haben sich Bund und Länder zum ersten Mal auf ein gemeinsames Programm zum Hochwasserschutz geeinigt. Darauf ist Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ziemlich stolz. „ Jetzt sind die Voraussetzungen geschaffen, den Flüssen mehr Raum zu geben und das Risiko einer Hochwasserkatastrophe auf mittlere Sicht entscheidend zu vermindern“, sagte sie. In diesem Jahr will der Bund zusätzliche 20 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investieren. Wichtig dabei ist aus der Sicht von Beate Jessel, der Chefin des Bundesamts für Naturschutz (BfN), dass dieses Geld zumindest einmal gleichwertig für naturnahen Hochwasserschutz wie technischen Hochwasserschutz ausgegeben werden soll. Mit naturnahem Hochwasserschutz ist beispielsweise die Renaturierung von Flussauen gemeint. Beim technischen Hochwasserschutz werden Deiche verstärkt oder erhöht.

Das neue am nationalen Programm, das die Landesarbeitsgemeinschaft der Umweltminister Wasser (Lawa) im Oktober 2014 beschlossen hat, ist das Umsetzungsprogramm, mit dem konkrete Rückhalteflächen beschrieben werden, die wiedergewonnen werden sollen. Deichrückverlegungen und sogenannte steuerbare Polder, also Flächen, die im Notfall geflutet werden können, um den Hochwasserscheitel zu senken, spielen in dem Programm eine große Rolle.

Deichrückverlegungen brauchen einen langen Atem

Bisher hat es nur wenige Deichrückverlegungen gegeben. Das sind Projekte, die einen wirklich langen Atem brauchen. Rund 20 Jahre muss man dafür schon einplanen von den ersten Ideen und Gesprächen mit den Anwohnern über die Verhandlungen über das Land, das künftig dem Fluss zur Verfügung stehen soll, wenn er Hochwasser führt, bis hin zum Baubeschluss, dem Planungs- und Genehmigungsverfahren und schließlich dem Bau des neuen Deichs und der Öffnung oder Abtragung des alten.

Allein entlang der Elbe sind derzeit 23 Deichrückverlegungen geplant. Abgeschlossen ist bisher noch keine. Bis 2018 soll aber die Deichrückverlegung an der Mittleren Elbe abgeschlossen sein. Der neue Deich ist im Bau. Das Projekt ist teilweise mit Mitteln aus dem Naturschutzetat des Umweltministeriums finanziert und wird von der Umweltstiftung WWF umgesetzt. Ein paar Kilometer weiter in Lenzen wurde die Deichrückverlegung am Bösen Ort vom Umweltverband BUND geplant und umgesetzt. Beim Sommerhochwasser 2013 hat sich diese Deichrückverlegung erstmals ausgezahlt. 420 Hektar neue Rückhaltefläche sind dort durch die Rückverlegung entstanden.

5,4 Milliarden Euro werden für den Hochwasserschutz gebraucht

Beate Jessel ist froh, dass mit dem Bund-Länder-Programm zum Hochwasserschutz neue Mittel zur Verfügung stehen, die nicht mehr ausschließlich aus dem Naturschutzetat kommen. Sie werden vom Landwirtschaftsministerium verwaltet in einem Programm, das unter dem Namen Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) läuft. Daraus werden auch Agrarumweltprogramme und eben die Deichbauten entlang der Küsten mitfinanziert und unterhalten. Die Landesminister haben Deichrückverlegungen, gesteuerte Polder und Deichverstärkungen identifiziert und nach Wichtigkeit sortiert. Alles in allem würde die Umsetzung des gesamten Programms etwa 5,4 Milliarden Euro kosten. Wenig im Vergleich zu den möglichen Schäden bei einer Hochwasserkatastrophe. Aber viel im Vergleich zu den üblicherweise eingeplanten Investitionssummen für den Hochwasserschutz.

Dass Hochwasserschutz und Naturschutz eine Menge miteinander zu tun haben, ist für Beate Jessel offensichtlich. Die BfN-Chefin und die Umweltverbände bemühen sich gemeinsam seit Jahren darum, die Flussauen wieder zu beleben. Im Auenbericht des BfN heißt es, dass etwa 80 Prozent der Auwälder entlang der Flüsse in den vergangenen 200 Jahren verloren gegangen sind. Am Bösen Ort beispielsweise werden Restbestände der Auen, die durch einen Deich vom Fluss getrennt worden sind, wieder mit der Elbe verbunden. Wenn die Auenwälder intakt sind, sind sie viel wirksamer für den Hochwasserschutz. Sie können bedeutend mehr Wasser zurückhalten. Auch Moore wirken wie ein Schwamm für das Flutwasser. Die Auenwälder können aber noch mehr. Sie sind eine wichtige Reinigungsstufe für das Grundwasser. Bei der Versickerung im Auenwald wirkt das Ökosystem wie ein Filter. Das so gewonnene Grundwasser kann dann wieder als Trinkwasserspeicher dienen. Besonders positiv für die Wasserqualität ist es auch, dass die Auwälder und Feuchtwiesen Nitrate und Phosphor aus dem Wasser filtern und zurückhalten können. Denn die meisten Flüsse führen zu hohe Mengen dieser Dünger mit sich. In der Ostsee löst das immer wieder ein übermäßiges Algenwachstum samt Algenblüte aus. Das Ergebnis sind noch mehr tote Zonen in der Ostsee. Denn wenn die Algen absterben, verbraucht ihre Zersetzung den Sauerstoff. Und da die Ostsee nur einen relativ geringfügigen Wasseraustausch mit der Nordsee hat, dauert es lange, bis dieses Defizit wieder wettgemacht werden kann. Die Überdüngung ist jedenfalls eines der großen Probleme der Ostsee, aber auch die Nordsee wird dadurch beeinträchtigt.

Berlin staut das Wasser unter der Erde

In Berlin könnte man meinen, dass Überflutungen kein großes Risiko sind. Und das stimmt auch zum Teil. Denn die Spree und die Havel treten nahezu nie über die Ufer. Sie führen ohnehin relativ wenig Wasser. Zudem wird ihnen dieses Wasser durch die Renaturierung der Braunkohletagebaue in Brandenburg auch noch abgegraben. In Brandenburg und Berlin regnet es ohnehin weniger als anderswo in Deutschland. Eigentlich ist also eher der Mangel an Wasser ein Problem in Berlin. Doch so ganz stimmt das eben doch nicht, berichtet Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Was auch in Berlin Probleme macht, sind Starkregenereignisse. Und die werden mehr.

Der Klimawandel dürfte den Wasserhaushalt in Berlin und Brandenburg weiter ungünstig beeinflussen. Die Prognosen für die Region ergeben mehr Regen im Winter, also weniger Schnee, und noch weniger Regen im Sommerhalbjahr. Gleichzeitig gehen die Klimaforscher aber auch davon aus, dass es, wenn es mal regnet, stärker regnet als im Durchschnitt der Vergangenheit. Berlin hat das auch schon mehrfach erlebt. Zuletzt wurde 2013 der U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz überschwemmt. Es schüttete in Strömen, und das Wasser kam so schnell, dass die Kanalisation den Abtransport nicht mehr schaffte. Von der Straße floss das Wasser schließlich in den U-Bahnhof. Solche Regenereignisse erwartet der Deutsche Wetterdienst, der eine mittelfristige Klimaprognose für Berlin erarbeitet hat, in Zukunft noch öfter.

Überflutete U-Bahn-Höfe

Stephan Natz berichtet, dass Berlin schon immer ein Problem mit Sturzbächen vom Himmel hatte. Das liegt unter anderem daran, dass das Abwassersystem in Berlin aus Mischwasserkanälen besteht. Das Abwasser aus Haushalten und Industriebetrieben wird also gemeinsam mit dem Regenwasser in die Kläranlagen transportiert. Diese Mischwasserkanäle haben aber oft nicht genug Kapazität, um starke Regenfälle aufzunehmen. Deshalb flossen bei starkem Regen oft Abwässer ungeklärt in den Landwehrkanal und schließlich in die Spree und die Havel. Der Stickstoffgehalt dieses Überlaufwassers ist meistens hoch und kann zu einem Fischsterben und „grünen Gewässern“, also einem starken Algenwachstum führen. Schon vor der Wende haben die Berliner Wasserbetriebe deshalb im Westen der Stadt schon damit begonnen, mehr Stauraum für solche Ereignisse zu bauen – unterirdische Staubecken von der Größe einer Turnhalle. „Die waren sehr teuer“, erinnert sich Natz. Als das Geld nach der Wende knapp wurde in Berlin, mussten sich Stadt und Wasserbetriebe etwas einfallen lassen, das billiger herzustellen war.

Drosseln drosseln den Durchfluss

In Friedenau zum Beispiel, wo das Wasser sich in der Senke sammelte und nicht abgeleitet werden konnte, wird derzeit ein bis zu 1,80 Meter hoher Überlaufkanal gebaut. Land und Wasserwerke haben sich vor Jahren darauf geeinigt, bis 2020 insgesamt 308 000 Kubikmeter mehr Stauraum zu schaffen. Denn auch die Kapazität der Kläranlagen würde bei solchen Starkregenereignissen nicht ausreichen, um das Wasser zu reinigen, bevor es in die Flüsse geht. Für die Wasserbetriebe ist es ein Glücksfall, dass die Horizontalbohrtechnik in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht hat. Denn diese Staukanäle können oft gebohrt werden, ohne dass die Straßen monatelang aufgerissen werden müssen. Die Rohre werden dann eingebracht und unterirdisch vorangetrieben. Diese Betonröhren können einen Durchmesser von bis zu drei Metern haben. Solche großen Staukanäle sollen in diesem Jahr im Wedding in der Seestraße, in Neukölln in der Erkstraße und in der Storkower Straße in Pankow entstehen, berichtet Stephan Natz. Manche dieser Stauräume sind aber auch große Betonbauwerke, die sich dann später aus der Ferne steuern lassen.

Weniger aufwendig ist der Einbau sogenannter Drosseln. Das sind trompetenförmige Bauwerke, die das Wasser durch die Verkleinerung der Durchmesser im Kanal aufstauen können, bis es wieder Platz gibt, um weiterzufließen. Eine solche Drossel wird an der Warschauer Straße auf der Höhe der Grünberger Straße in Friedrichshain gerade gebaut. Von den geplanten 308 000 Kubikmetern Stauraum sind mittlerweile 230 000 Kubikmeter gebaut, sagt Natz. Zwei große Projekte, die noch bevorstehen, sind ein großes Regenbecken direkt hinter der BND-Baustelle. Dort gibt es ein Abwasserpumpwerk und in unmittelbarer Nähe soll das Sammelbecken unter die Erde gebracht werden. Obendrauf soll es am Ende einen Spielplatz geben. Das zweite Großprojekt entsteht unter dem Mauerpark an der Schwedter Straße, dort soll ein Staukanal mit einem Durchmesser von 3,60 Metern und 700 Metern Länge entstehen.

Anpassung an den Klimawandel

Besonders spektakulär ist ein Stauraumprojekt, das am Osthafen in der Spree gebaut worden ist. Unter dem Namen „Spree 2011“ sind große Pontons im Fluss versenkt worden. Sie fangen an der Mündung von Zuläufen Wasser auf und schicken es zurück in die Kläranlage, wenn es ungeklärt dort ankommt. Im Vergleich zu den anderen unterirdischen Stauräumen seien diese Konstruktionen geradezu winzig, sagt Natz. Aber den Stadtplanern gefällt das Konzept, weil sich obendrauf noch etwas damit machen ließe, ein Schwimmbecken zum Beispiel oder auch einfach ein Café im Wasser. Aber viel Platz gibt es in der Spree dafür nicht, erzählt der Sprecher. Außerhalb des Osthafens komme es „zu Nutzungskonflikten mit der Schifffahrt“, berichtet er.

Mit Starkregen muss sich mit dem voranschreitenden Klimawandel fast jede Stadt beschäftigen. Es gibt auch kaum einen großen kommunalen Wasserbetrieb, der sich nicht mit Stauraumkonzepten für große Regenmassen beschäftigt. Seit einigen Jahren koordiniert das Umweltbundesamt die Initiativen, die sich mit Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel befassen. Im Norden sind das vor allem Deiche gegen die Nordsee. Allerdings gibt es inzwischen auch intensive Diskussionen darüber, welche Gebiete womöglich nicht mehr mit Deichen zu schützen sind, weil es einfach zu teuer wird. In den Städten geht es dabei um den Schutz vor Sturzregen. Es geht aber auch darum, wie die Menschen in den stark überbauten Städten besser mit Hitzewellen klarkommen können. Dafür sind Grünflächen wichtig. Eine gute Antwort auf beide Herausforderungen sind aber auch begrünte Dächer. Sie können Regenwasser speichern und sie können das Stadtklima im Sommer positiv beeinflussen. Die Verdunstung von den begrünten Dächern kühlt die heißen Städte etwas. Und dafür sind im Hochsommer nicht nur die alten Leute dankbar, die unter Hitzewellen besonders leiden. Wenn Unternehmen neu bauen, werden sie deshalb inzwischen oft auch bei der Planung ihrer Dachgärten beraten. Das kostet dann weniger Anschlussgebühr.

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