Zeitung Heute : Knapp 50 000 WM-Aktionäre

Knapp 50 000 "Aktionäre" haben während der Fußball- Weltmeisterschaft an der virtuellen Internet-Fußball-Börse der Universität Witten/Herdecke spekuliert.Damit hat die Resonanz der Fußballfans und Hobby-Börsenspekulanten die Erwartungen der Wissenschaftler bei weitem übertroffen.Wie die Universität am Mittwoch mitteilte, sind bisher insgesamt 2,5 Millionen Transaktionen getätigt worden.Wie in einer realen Börse können unter der Internet- Adresse http://wmboerse.de "Wertpapiere" der 32 WM-Teams ge- und verkauft werden.Das ZDF veröffentlicht die Kursentwicklungen der Mannschaften von Brasilien über Deutschland bis Tunesien regelmäßig in seinen WM-Sendungen.

Der Gesamtsieger des Börsenspiels, bei dem mit der virtuellen Währung "WM" gehandelt wird, gewinnt eine Reise im Wert von 10 000 Mark.Nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft, deren Aktien bei den "Brokern" bis dahin am höchsten im Kurs standen, gab es einen "Schwarzen Samstag" an der Börse.Spieler, die bis dahin die Rangliste mit dem größten Gesamtbesitz anführten, mußten nach dem Kurssturz der deutschen Aktie erhebliche Verluste hinnehmen.Wie sensibel die Börse auf aktuelle Entwicklungen reagiert, zeigen die "extremen Kursschwankungen beim Elfmeterschießen", denn nun entscheidet häufig eher das Glück als das Können.

Vor dem zweiten Halbfinale am Mittwoch abend zwischen Gastgeber Frankreich und Kroatien hat die aktuelle Nummer eins der Rangliste ein Vermögen von 42,1 Millionen WM angehäuft.Erst am Sonntag nach dem Finale entscheidet sich jedoch der Gesamtsieg.

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