Zeitung Heute : Konkurs droht

Tsp

dem Berliner Metropol-Theater Große Verwirrung gestern im Metropol-Theater.Während der Betriebsrat über dpa bekanntgab, daß René Kollo seine Gesellschafteranteile zurückgeben und damit den Konkurs besiegeln wolle, wußte man im Pressebüro des Theaters nichts von einem derartigen Plan des Intendanten.Der Sprecher des Kultursenators, Axel Wallrabenstein, bestätigte einen Briefwechsel zwischen Kollo und Radunski.Dennoch sei man weiter in Verhandlungen, sagte Metropol-Sprecherin Britta Scholz.Nachdem Kollos Stellvertreter, Friedemann Steiner, am Vormittag bei einer kurzfristig vom Betriebsrat einberufenen Vollversammlung vor den Mitarbeitern gesprochen hatte, war er nachmittags aufgrund von Verhandlungen mit dem Senat nicht zu sprechen."Die politische Entscheidung ist nicht gefallen", so Scholz.René Kollo selber war gestern nicht in Berlin, werde ab Montag aber für Verhandlungen mit Radunski zur Verfügung stehen.Laut Wallrabenstein wurde das Angebot Kollos, seine Gesellschafteranteile zurückzunehmen, abgelehnt, da die von ihm gesetzte Frist bis Montag für eine ordentliche Prüfung der Finanzlage nicht akzeptabel sei.Radunski setzte seinerseits Kollo eine Frist bis zum 20.Juni zur Vorlage eines Wirtschaftsplans.Danach werde entschieden, ob der Senat die Metropol-GmbH weiter finanziere.Kollo hatte in den letzten Wochen immer wieder betont, daß er mit dem (bereits überzogenen) Etat von 34 Millionen das Theater nicht weiterführen könne.Bis 1999 soll der Etat des Operetten-Theaters, wie berichtet, auf 25 Millionen Mark heruntergefahren werden.Tsp

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