Zeitung Heute : Krieg der Sterne im Wohnzimmer

KURT SAGATZ

Mit "Lylat Wars" und "Blast Corps" spricht Nintendo auch ältere Konsolen-Spieler anVon KURT SAGATZDas Asteroidenfeld bringt den Piloten erheblich ins Schwitzen.Einige der Gesteinsbrocken, die durch den Weltraum irren, sind zwar schnell mit der eingebauten Laserkanone des Airwings eleminiert, bei anderen hilft jedoch nur beherztes Ausweichen und wieder andere Asteroiden entpuppen sich beim Näherkommen als feindliche Raumschiffe, die mit gedrücktem Feuerknopf vom Zielcomputer erfaßt werden müssen, um dann kurz und schmerzlos ins virtuelle Jenseits befördert zu werden.Fox McCloud, der Held des Nintendo-64-Spiels "Lylat Wars" hat somit im besten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, um seiner Aufgabe gerecht zu werden und das von einem verrückt gewordenen Wissenschaftler namens Andross bedrohte Lylat-System vor Unterjochung und Untergang zu bewahren.Das Weltraum-Ballerspiel verlangt von den Spielern, bei denen es sich keineswegs nur um Computerkids handeln muß, gute Nerven.Wie in der Star-Wars-Trilogie sind Ruhepausen selten, bleibt der Adrenalin-Spiegel meist hoch.Vor allem aber ist es nötig, das Fluggerät möglichst fehlerlos zu beherrschen.Wer nicht zuvor im Trainingsmodus einen Looping oder eine 180-Grad-Wende getestet hat, dem läßt der Gegner keine zweite Chance. Lylat Wars ist jedoch nicht nur in punkto Action ein ganz besonderes Videospiel aus der Kolletion der N64-Spiele von Nintendo.Auch technisch ging der Hersteller mit dem verschachtelten Weltraum-Abenteuer mit seinen vielen Leveln neue Wege.Erstmals kommt der sogenannte Rumble Pak zum Einsatz, ein kleiner Einschub, der einfach unter den Controller gesteckt wird und von nun an spürbar macht, wenn ein Gegner das eigene Schutzschild durch anhaltenden Beschuß durchdringt oder wenn ein Gegner durch die eigene Laserwaffe pulverisiert wird.Neben Sehen und Höhren hat Nintendo damit das Fühlen integriert, zumindest in die dafür programmierten Spiele. Neue Erfahrungen verspricht gleichwohl noch eine andere Neuerscheinung: "Blast Corps".So martialisch der Name, so zerstörerisch ist auch das Spiel.Die Handlung ist schnell erzählt: Ein führerloser Schwertransporter - beladen mit ausgedienten Atomraketen - fährt auf geradem Weg durch eine verlassene Stadt.Damit es nicht zum atomaren Inferno kommt, müssen alle Hindernisse wie Häuser, Farbriken und Geschäfte aus dem Weg geräumt werden.Zur Verfügung stehen dafür Bulldozer, Monstertrucks oder speziell bewaffnete Roboter mit so anmutigen Namen wie Donnerfaust, Crasholator oder J-Bomb.Wie auch bei allen anderen Nintendo-64-Spielen heißt es am Anfang, sich mit den Möglichkeiten der im dreidimensionalen Raum bewegenden Spielelemente auseinanderzusetzen, sprich: den richtigen Umgang mit dem Controller und seinen verschiedenen Knöpfen und Navigationshebeln zu erlernen.Ist dies erst einmal geschehen, geht es schnell in die Vollen.Im Idealfall explodieren dann die zerstörten Gebäude, aber am Anfang ist es häufig auch der Bombentransporter, der unter entsprechender Beschallung in einer roten Explosionssonne aufgeht.Auch wenn das Genre nicht jedermanns Fall ist, handelt es sich bei "Blast Corps" um ein actionreiches, grafisch aufwendiges Spiel, das mit seinen vielen Leveln den Spieler für einige Zeit außer Gefecht setzt. Fast schon bescheiden kommt dagegen "Mario Kart 64" daher.Hier findet die Action nicht im Weltraum und auch nicht in Städten mit Endzeitstimmung, sondern auf der Piste statt.Mario Kart 64 ist ein nettes und harmloses Rennspiel für Kinder.Super Mario tritt mit seinem motorisierten Go-Kart gegen altbekannte Freunde wie Luigi und die Prinzessin oder Feinde wie Donky Kong und Bowser an.Auf insgesamt 16 Rennstrecken muß der Spieler sein Können unter Beweis stellen, wobei zwischen drei Fahrzeugen mit unterschiedlicher Leistung ausgewählt werden kann.Der Umgang mit den Karts ist verhältnismäßig einfach, die Rennstrecken sind sehr abwechselungsreich.Damit keine Langeweile aufkommt, können diverse Gegenstände von der Piste aufgesammelt werden.Mit den Bananenschalen oder den Schildkrötpanzern kann dann die Konkurrenz aus dem Feld geschlagen werden.Aber Achtung: Auch die anderen verfügen möglicherweise über magische Kräfte.

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