Zeitung Heute : Küche – das Zentrum der Sinne

Schon lange hat die Küche als „Feuerstelle“ ausgedient. Die Küche von heute ist Genießerecke, Kochstätte, Konferenzraum, Gesellschaftszimmer und Salon – der Raum, in dem alle Sinne zusammenkommen: Riechen, Schmecken, Sehen, Fühlen.

Wer hat nicht schon einmal auf einer Party das Phänomen beobachtet, dass irgendwann ein jeder Gast in der Küche landet. Und dabei spielt es keine Rolle, ob der Gastgeber eine große, behagliche Wohnküche hat, oder ob in einer kleinen Einbauküche gekocht wird. Küchen scheinen eine magische Anziehungskraft auf die Partygäste auszuüben. Aber worin besteht diese Faszination?

Bis zum 19. Jahrhundert waren Küchen eher verrauchte Räume mit offener Feuerstelle, später Schlafplatz für Knechte und Mägde. Mit den 50er-Jahren wurde die typische Küche auf die Bedürfnisse der wirtschaftlichen Hausfrau zugeschnitten und erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann die Küche langsam dem Wohnzimmer den Rang abzulaufen und ist für viele Menschen ihr Lieblingsort in der Wohnung.

Doch ohne fachgerechte Beratung kann die Küchenplanung zur Qual werden, denn heutzutage gibt es viele verschiedene Arten von Küchen, die je nach Verwendungszweck und Wohnhintergrund sehr unterschiedlich gestaltet werden müssen. Um wirklich gute Küchen zu planen, braucht es daher Fachleute, die ihr Handwerk verstehen.

Im stilwerk Berlin findet der zukünftige „Küchenchef“ gleich vier namhafte Anbieter unter einem Dach: allmilmö-Zeyko Küchen Konzepte, SieMatic, Poggenpohl und bulthaupt.

Während allilmö für klare Formen und zeitlose Eleganz steht, ergänzt die Küchenmanufaktur Zeyko aus dem Schwarzwald das Angebot um den klassischen Landhausstil und lässt keine Wünsche offen. Die Produktpalette von SieMatic reicht von der extravaganten High-tech-Lösung in Hochglanz-Lackoptik bis hin zum gemütlichen Design einer spanischen Wohnküche mit Terracotta und Holzelementen. Die weltweite Fan-Gemeinde der Poggenpohl-Küchen ist beachtlich. So kochen Stars wie Robert de Niro, Demi Moore oder Königin Silvia von Schweden in den Küchen des deutschen Traditionsunternehmens.

Für Shopinhaber Christian Brock ist eine Küche „mehr als nur eine Zusammenstellung modernster Geräte und Mobilarien“, als vielmehr „die Überzeugung, dass zur Lebensfreude Genuss gehört, in jeder Form“. Ein Besuch im bulthaup-Studio des Berliner stilwerk lohnt sich vor allem für die Puristen unter den Küchenliebhabern. Der Stil der bulthaup-Basissysteme mit den Namen b1, b2 und b3 ist eher von ergonomischen Formen und klaren Linien geprägt. Alle Elemente sind mobil und individuell kombinierbar und können somit allen räumlichen Verhältnissen angepasst werden.

Wenn schließlich die Schubladen und Türen der neuen Küche dann lautlos in die Schränke zurück gleiten, ist das einzig vernehmbare Geräusch höchstens noch ein knurrender Magen. Selber Kochen sollte man dann aber schon – denn was immer Mann oder Frau in einer neuen Küche sieht – sie ist und bleibt eine „Feuerstelle“.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben