Zeitung Heute : KUNSTDOKU

Ein Ton Blau.

von

Dass M. X. Oberg Spielfilme machen kann, hat er mit „Unter der Milchstraße“ bewiesen. Nun meldet er sich mit einer Dokumentation zurück, die als „Feldforschung über die Entstehung von Kunst, unsere Wahrnehmung“ und „den Sinn von Kunst“ angekündigt wird. Super – auch, dass Oberg eine Art ABC des Kunstbetriebs im Sinn hat. Leider destilliert Oberg aus dem, was ihm Eugen Blume, Kurator am Hamburger Bahnhof, Kunstsammler Harald Falckenberg, der Ex-Junge- Wilde Walter Dahn, einige „emerging artists“ und der Wirt der angestaubten Künstlerkneipe „Paris Bar“ erzählen, nichts als Klischees: Ein Künstler tut, was er will, und geht sogar abends noch ins Atelier. Seine Kunstwerke kommen ins Museum, wenn ein M wie Museumsdirektor oder S wie Sammler das so will. Bei einer A wie Auktion wird für Kunst viel Geld bezahlt. Hilfe! Und dafür hat Oberg drei Jahre recherchiert. Daneben. Birgit Rieger

D 2011, 80 Min., R: M. X. Oberg

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