Zeitung Heute : Kurzmeldungen

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In wenigen Wochen sind Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen. Für die Liberalen steht viel auf dem Spiel. In Stuttgart beim Dreikönigstreffen wollen sie ihren gemeinsamen Kurs abstecken. Das Debakel der Bundestagswahl, die schlechten Umfragewerte und die MöllemannAffäre haben die Partei durchgeschüttelt. Zwar beteuern die Parteispitzen, angefangen von Fraktionschef Wolfgang Gerhardt über den Stuttgarter Landesvorsitzenden Walter Döring bis hin zu Rainer Brüderle und Günter Rexrodt, dass es bei den Diskussionen nicht um Personen geht. Aber die demonstrative Einigkeit nach außen täuscht. Der Partei steht ein heißes Frühjahr bevor. Wenn die Liberalen bei den Landtagswahlen schlecht abschneiden, wird es eng für Guido Westerwelle. Dann wird er es schwer haben, sich im Mai erneut als Parteichef durchzusetzen. Viele Mitstreiter kreiden es ihm persönlich an, dass er im vergangenen Jahr mit der populistischen Darstellung des FDP-Kurses die Wähler verschreckt hat. Auch im Konflikt um das Wahlkampfflugblatt des einstigen FDP-Vizes Jürgen Möllemann habe Westerwelle schwere Fehler gemacht. Der Unmut darüber ist inzwischen so groß, dass manche FDP-Spitzenleute bereits hinter vorgehaltener Hand bedauern, dass es im Augenblick zu dem FDP-Chef keine personelle Alternative gibt. In der Öffentlichkeit ausgetragen wird derweil der Streit um die strategische Ausrichtung der Partei. Während Bewahrer wie Wolfgang Gerhardt eine Rückbesinnung auf traditionelle liberale Werte fordern, wollen vor allem jüngere Führungskräfte den Kurs der Öffnung hin zur liberalen Volkspartei fortsetzen. asi

In wenigen Wochen sind Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen. Für die Liberalen steht viel auf dem Spiel. In Stuttgart beim Dreikönigstreffen wollen sie ihren gemeinsamen Kurs abstecken. Das Debakel der Bundestagswahl, die schlechten Umfragewerte und die Möllemann-Affäre haben die Partei durchgeschüttelt. Zwar beteuern die Parteispitzen, angefangen von Fraktionschef Wolfgang Gerhardt über den Stuttgarter Landesvorsitzenden Walter Döring bis hin zu Rainer Brüderle und Günter Rexrodt, dass es bei den Diskussionen nicht um Personen geht. Aber die demonstrative Einigkeit nach außen täuscht. Der Partei steht ein heißes Frühjahr bevor. Wenn die Liberalen bei den Landtagswahlen schlecht abschneiden, wird es eng für Guido Westerwelle. Dann wird er es schwer haben, sich im Mai erneut als Parteichef durchzusetzen. Viele Mitstreiter kreiden es ihm persönlich an, dass er im vergangenen Jahr mit der populistischen Darstellung des FDP-Kurses die Wähler verschreckt hat. Auch im Konflikt um das Wahlkampfflugblatt des einstigen FDP-Vizes Jürgen Möllemann habe Westerwelle schwere Fehler gemacht. Der Unmut darüber ist inzwischen so groß, dass manche FDP-Spitzenleute bereits hinter vorgehaltener Hand bedauern, dass es im Augenblick zu dem FDP-Chef keine personelle Alternative gibt. In der Öffentlichkeit ausgetragen wird derweil der Streit um die strategische Ausrichtung der Partei. Während Bewahrer wie Wolfgang Gerhardt eine Rückbesinnung auf traditionelle liberale Werte fordern, wollen vor allem jüngere Führungskräfte den Kurs der Öffnung hin zur liberalen Volkspartei fortsetzen. asi

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