Zeitung Heute : Kurzmeldungen

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Bei genauerem Durchrechnen wird jeder Steuerzahler, ob Bürger oder Unternehmer, bereits festgestellt haben, dass es sich beim Vorziehen der Steuerreform von 2005 auf nächsten Januar keineswegs um ein Milliardengeschenk der Regierung handelt. Denn: Was Eichel gibt, nimmt er auch wieder. Und zwar durch die Belastungen, die auf alle Bürger und Unternehmer ab Januar zukommen. Seien es die Zuzahlungen und Privatversicherungen aus dem Gesundheitskompromiss oder die vielen Steuersubventionen, die aus den öffentlichen Haushalten gestrichen werden sollen. Nicht mal eine Milliarde Euro, haben die Haushaltsexperten der Union ausgerechnet, bleiben in den Geldbörsen der Verbraucher und Betriebe hängen, wenn alle Gesetze in Kraft treten – und zwar von insgesamt 22 Milliarden Euro. Noch weniger wird es, wenn man betrachtet, dass vor allem öffentliche Unternehmen und Behörden ihre Gebührensätze ab 2004 erhöhen wollen. Und auch die Krankenversicherungen haben bereits angekündigt, ihre Beitragszahler weniger üppig entlasten zu wollen als einst versprochen. Was von der Steuerreform übrig bleiben wird? Das wissen wir wohl erst am Weihnachtsabend.

NEHMEN DIE SOZIALREFORMEN DEN BÜRGERN

MEHR WEG ALS DIE STEUERREFORM IHNEN GIBT?

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