Zeitung Heute : Kurzmeldungen

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KURZ NOTIERT

Kunden als Maßstab der Personalwahl. Mit mehr Frauen, aber auch mit mehr NichtEuropäern im Management will der Technologiekonzern Philips mehr Vielfalt analog seiner Mitarbeiter- und Kundenstruktur schaffen und dadurch eine gesündere Entwicklung nehmen. Das Unternehmen mit 166 500 Mitarbeiter in rund 60 Ländern (www.philips.de) ist der Meinung, dass die Zusammensetzung des Managements jene von Kunden und Mitarbeitern widerspiegeln sollte. Doch obwohl ein Großteil sowohl der Konsumenten als auch der Mitarbeiter bei Philips aus Pazifisch-Asien stammt, sind nur sechs Prozent der Führungskräfte bei Philips Asiaten. Daher soll in Managementpositionen die regionale Ausgeglichenheit verbessert werden. Das Philips Senior Management sei „zu alt, zu männlich und zu niederländisch“, konstatiert Philips CEO Gerard Kleisterlee selbstkritisch im Fortune Magazine. Philips will den Frauenanteil im gehobenen Management innerhalb der nächsten fünf Jahre von vier auf zehn Prozent erhöhen. Konkrete Maßnahmen wie die Evaluierung von Nachwuchsführungskräften (vier von zwölf High Potentials sind weiblich), die verstärkte Einstellung von externen weiblichen Führungskräften, die Bindung der Managerprämien an die Förderung von Frauen im Team sowie Kinderbetreuungseinrichtungen sollen helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Zeitarbeit. Für Leiharbeitnehmer gelten seit Jahresbeginn die für alle Arbeitsverträge fest gelegten Regelungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes, denn im Rahmen der Hartz-Reform wurden auch einige Regelungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) geändert. Der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG (www.vnr.de) weist in seinem an Arbeitgeber gerichteten Online-Service „Arbeitsrecht klipp & klar“ darauf hin, dass Entleiher nun ohne die bisherige zeitliche Einschränkung von 24 Monaten „kostengünstig Dauerarbeitsplätze mit denselben Leiharbeitnehmern besetzen“ können. Im Gegenzug habe der Gesetzgeber „aber auch eine Verteuerung für Arbeitgeber eingebaut“. Verleiher seien nunmehr verpflichtet, berichtet der Dienst, ihre Leiharbeitnehmer so zu bezahlen und diesen die wesentlichen Arbeitsbedingungen zu gewähren, die für vergleichbare Stammmitarbeiter im Entleihbetrieb gelten. „Vergleichbar“ seien solche Arbeitnehmer, die dieselbe oder zumindest ähnliche Tätigkeiten ausführen. Diese sind dann gleich, wenn die gleichen Arbeitsvorgänge verrichtet werden und die Arbeitnehmer einander ohne weiteres ersetzen können. rch

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