Zeitung Heute : Kurzsichtigkeit

Der Tagesspiegel

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Was ist die Ursache?

Meist ist der Augapfel zu lang. Lichtstrahlen aus der Ferne treffen sich vor der Netzhaut (Retina), so dass auf der Netzhaut selbst und auch im Gehirn kein scharfes Bild entstehen kann. Nur Lichtstrahlen aus der Nähe werden auf der Netzhaut richtig abgebildet. Hochgradige Kurzsichtigkeit gilt allerdings als Krankheit, außerdem gibt es auch einige Leiden, die kurzsichtig machen.

Wie kann man vorbeugen?

Die Neigung zur Kurzsichtigkeit bekommen wir bereits in die Wiege gelegt. Aber auch die Lebensgewohnheiten tragen zur Kurzsichtigkeit bei. Ständige Nahsicht – zum Beispiel Lesen oder Arbeit am Computer – lässt die Veranlagung zur Kurzsichtigkeit leichter zum Ausbruch kommen. Vor allem für Kinder gilt, dass sie im Hellen lesen und im Dunkeln schlafen sollen, um nicht zu früh Bekanntschaft mit der Brille zu machen. Dämmerlicht und Lesen unter der Bettdecke können dem Auge schaden, deshalb stets für gute Beleuchtung bei Nahsicht sorgen. Beim Lesen, bei Bildschirm- oder anderer Naharbeit gilt, dass man alle 30 Minuten kurz in die Ferne schauen sollte. Regelmäßiges Sehtraining (zum Beispiel abwechselndes Scharfstellen auf einen nahen und fernen Gegenstand) kann die Sehschärfe geringfügig verbessern.

Was kann man dagegen tun?

In Frage kommen vor allem Brillen oder auch Kontaktlinsen, sofern sie vom Auge vertragen werden und ausreichend Tränenflüssigkeit gebildet wird. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich die Laserkorrektur kurzsichtiger Augen, um auf diese Weise die Brechkraft der Hornhaut (das „Fenster“ des Auges) an den Augapfel anzupassen. Die Operation ist in den letzten Jahren stetig verbessert worden, kostet aber pro Auge etwa 1500 bis 2000 Euro und hat, wie jede Operation, ein gewisses Risiko. Bei der heute weitgehend favorisierten Lasik-Methode wird die oberste Schicht der Augenhornhaut hochgeklappt, mit einem Laser ein Teil der darunter liegenden Hornhaut abgetragen und schließlich die oberste Hornhaut-Lamelle wieder aufgelegt. Auf diese Weise bleibt das Äußere der Hornhaut fast unversehrt.wez

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