Zeitung Heute : Lagerfeuerromantik auf dem Balkon
23.06.2007 00:00 UhrWenn sich die sommerliche Gartenparty in den Abend oder gar in die Nacht ausdehnt, flackert auf manch einer Terrasse ein behagliches Feuer auf: Zuckende Flammen in Feuerschalen und -körben verbreiten eine gemütliche Atmosphäre und bringen etwas zusätzliche Wärme. Solche Feuerstellen sind aus den verschiedensten Materialien gefertigt und in den unterschiedlichsten Größen und Designs erhältlich. Immer mehr Modelle können zusätzlich mit einem Rost oder einem Aufsatz als Grill verwendet werden.
„Am begehrtesten ist die klassische runde Glutschale“, meint Sebastian Schulz vom Versandhandel Gärtner Pötschke. Ihre archaische Form beschwöre Lagerfeuerromantik herauf.
Schalen sind in der Regel unten geschlossen, einzelne Modelle haben am Boden Belüftungslöcher oder -schlitze. „Die kleinsten Feuerschalen haben einen Durchmesser von 35 Zentimetern“, erläutert Michael Thölken von Landmann-Peiga. Doch auch für die große Runde gibt es genug Auswahl. „Fireplate“ von Radius Design etwa erinnert an einen riesigen flachen Teller: Die nur 20 Zentimeter hohe Schale aus schwarz lackiertem Stahl ist sogar in einem Durchmesser von einem Meter zu haben.
Feuerkörbe sind nach unten und an den Seiten offen. Dadurch kann man nicht nur das Züngeln der Flammen, sondern auch Licht- und Schattenspiele im Korb und rund um die Holzscheite beobachten. Viele Körbe sind zylindrisch. Der Korb sollte unten jedoch nicht zu schmal sein, sonst wird er leicht instabil. Einzelne Hersteller bieten Modelle mit rechteckigem Boden an.
Für den Preis von Schalen und Körben ist neben Größe und Design vor allem das Material ausschlaggebend. Die einfachsten Varianten bestehen aus Gusseisen. Dieses speichert die Wärme sehr gut und ist preisgünstig. Der Nachteil ist, dass das Material mit den Jahren rostet, auch der beste feuerfeste Lack hält nicht ewig. Deutlich teurer, aber auch langlebiger ist Edelstahl. Designer arbeiten zusätzlich gerne mit einem Materialmix, etwa einer Marmoreinfassung oder Füßen aus Granit.
Beine und Füße können die unterschiedlichste Form haben und damit wesentlich zur optischen Wirkung beitragen. Bei Körben werden gerne flache Metallstäbe zu Schnörkelfüßen gebogen. Bei der Feuerstelle „Hotlegs“ der Weber Metallmanufaktur bestehen die Beine beispielsweise aus Metallplatten, die zum Zentrum der Feuerstelle ausgerichtet sind. Sehr leichtfüßig wirkt das Modell „Open Air“ von Conmoto: Drei Metallstäbe sind zu rechteckigen Rahmen geformt. Ihre schmalen Kanten bilden die Standflächen. Die Firma Ricon präsentiert ihre puristisch anmutenden Edelstahlschalen auf drei angeschweißten Rundfüßen, bei „Terra“ von Blomus thront die Schale auf drei gewölbten Beinen, die die Form des Kreises wieder aufnehmen.
„Beim Kauf sollte nicht nur darauf geachtet werden, was ins Ambiente passt“, rät Silvia Darmstädter, Sprecherin des Deutschen Feuerwehrverbandes in Berlin. Ein wichtiges Sicherheitskriterium sei die Standfestigkeit. Daher sollten die Füße fest mit der Schale oder dem Korb verbunden sein, also verschraubt oder verschweißt. Als Faustregel gilt: Je schwerer eine Feuerstelle ist, umso stabiler steht sie. Solch ein fester Stand ist jedoch nur auf einer ebenen Fläche möglich. Empfehlenswert ist eine nicht brennbare Bodenplatte als Untergrund. Sie bietet zusätzlichen Schutz bei Funkenflug oder wenn ein Stück glühendes Holz daneben fällt. Und noch eins gilt es zu beachten: Wer Glut- oder Feuerschalen anzündet, muss verhindern – ähnlich wie beim Grillen – dass Nachbarn durch Rauch oder Gestank unzumutbar belästigt werden. dpa/Tsp








