Zeitung Heute : Land unter: 100 Tote nach Überschwemmungen in Indonesien

Nach den schweren Überschwemmungen auf der indonesischen Insel Java ist die Zahl der Toten auf mindestens 100 gestiegen. 94 Opfer stammen aus dem westlichen Bezirk Lebak, berichtete die Zeitung "Jakarta Post" am Montag. Die meisten von ihnen seien in einer Goldmine beschäftigt gewesen. Erdrutsche und Wassermassen hätten im Bezirk Batens Pandeglang überdies sechs Menschen in den Tod gerissen. Der ebenfalls auf Java gelegene Vulkan Merapi beruhigte sich zwei Tage nach seinem Ausbruch indes wieder. Nach Behördenangaben sind knapp 145 000 Menschen von den Fluten in Folge tagelanger Regenfälle betroffen. 400 Häuser sowie tausende Hektar Ackerland wurden zerstört. Unterdessen suchten die Überschwemmungen auch den Osten der zentralindonesischen Insel heim und setzten dort tausende Häuser unter Wasser.

Rund um den Vulkan Merapi kehrten unterdessen Tausende Menschen in ihre Häuser am Fuß der 2911 Meter hohen Berges zurück, obwohl die Behörden noch keine Entwarnung gegeben haben. Am Samstag waren rund 12 000 Einwohner in Panik geflohen. Der Merapi nördlich der historischen Stadt Yogjakarta war zuletzt Mitte Januar ausgebrochen und seitdem nicht mehr völlig zur Ruhe gekommen. Er zählt zu den aktivsten Vulkanen auf Java. 1994 waren bei einem Ausbruch 69 Menschen getötet worden, weil sie eine Anordnung zur Räumung ihrer Häuser ignoriert hatten. Dem Vulkan werden von den Einwohnern übernatürliche Kräfte zugeschrieben. Für Touristen ist der Gunung Merapi (Feuerberg) vor allem ein beliebtes Kletterziel.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben