Landesgartenschau : Die Kurfürstin führt Regie

Neu im Vergleich zu den bisherigen Landesgartenschauen in Luckau (2000), Eberswalde (2002) und Rathenow (2006) wird die wechselnde Blumenpracht in Oranienburg sein.

Anstatt wie sonst üblich einmal werden die Flore mit 1,3 Millionen Blumen in den kommenden sechs Monaten gleich dreimal gewechselt. Neu ist auch, dass diese Gartenschau nicht auf Brachland stattfindet.

Erstmalig geht es in Oranienburg nach den Zeiten der Kurfürstin Louise Henriette wieder darum, Gartenkultur in holländischer Tradition wieder aufblühen zu lassen – gemäß dem Leitbild des Schönen und des Nützlichen. Neue Pflanzkulturen, neue Techniken und neue Perspektiven der Freiraum- und Gartengestaltung sollen im Vordergrund stehen.

Die Schau gliedert sich dabei in verschiedene Teilbereiche. Da ist zum einen der denkmalgeschützte, historische Schlosspark, zum zweiten der Neue Park und drittens der Hafen am Schloss, der neue Wasserwanderstützpunkt.

Als Leitthema wurden die „Träume der Kurfürstin“ gewählt: eine behutsame landschaftsarchitektonische Gestaltung des denkmalgeschützten Schlossparkes durch temporäre Installation soll Einblicke in das Leben und Wirken der Louise Henriette von Nassau-Oranien gewähren. Die Traumlandschaften zeigen in Gartenzimmern und Bosketten die oft rätselhaften Nachtbilder einer konkreten historischen Person. So verbindet die Landesgartenschau in Oranienburg erstmals Blumen, Bäume, Kunst, Architektur und Veranstaltungen zu einem Gesamtkunstwerk. Bü.

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