Zeitung Heute : Landessportbund fordert Sanierungen, mehr Fachkräfte und zusätzliche Angebote

Sanierte Turnhallen, mehr Fachkräfte und zusätzliche Sportangebote an den brandenburgischen Schulen hat der Landessportbund gefordert. "Die Bedingungen für den Schulsport müssen dringend verbessert werden, da er ein wichtiger Faktor für die gesunde Entwicklung der Kinder ist und sie dabei wichtige soziale Kompetenzen erwerben", sagte Vizepräsident Hans-Dietrich Fiebig nach Abschluss einer Konferenz zum Sportunterricht an Grundschulen.

So sei es nicht tragbar, dass an den Grundschulen 600 bis 800 fachfremde Lehrer den Sportunterricht gestalten müssten und die Ausstattung der Schulen etwa mit Kleingeräten mangelhaft sei. Die Vorsitzende des Aktionsbündnisses für den Schulsport im Land, Christa Helmke, betonte, dass dem Schulsport auch angesichts zunehmender Haltungsprobleme bei Kindern eine wesentliche Bedeutung zukomme. "Die Hälfte aller Grundschüler hat Haltungsschwächen, aber auch Allergien, Erkältungen und psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen haben extrem zugenommen." Sieben Prozent der Grundschüler litten an Übergewicht. "Es ist daher wichtig, dass die festgelegten drei Stunden Schulsport pro Woche auch realisiert und außerdem noch weitere Bewegungsangebote gemacht werden", sagte Christa Helmke.

Zum Auftakt der Veranstaltung hatte Bildungsminister Steffen Reiche (SPD) die Bedingungen für den Sportunterricht an Brandenburgs Schulen als nicht zufrieden stellend bezeichnet. So gebe es weder ausreichend Hallenbäder noch genügend spezielle Lehrkräfte, um an allen 633 Grundschulen den in den dritten Klassen vorgesehenen Schwimmunterricht anbieten zu können. Es bestehe ein immenser Sanierungsbedarf von Sporthallen und -anlagen.

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