Zeitung Heute : Lernen per Internet oder CD-ROM

Wege durch den Programmdschungel

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VORAUSSETZUNGEN

Wer sich bei Englishtown anmeldet, erhält die Kopfhörer mit Mikrofon gratis. Die Teilnahme kostet 39 Euro pro Monat . Kennen lernen kann man die Sprachschule im Internet auch sieben Tage im kostenlosen Probeabo . Systemvoraussetzungen: ISDN- oder DSL-Anschluss und mindestens Microsoft Windows, Version 98. Für Apple oder Linux Anwender ist Englishtown nicht geeignet.

www.englishtown.de

ALTERNATIVEN

Online Sprachkurse bietet auch die Firma digital publishing aus München.

Außer Englisch können Spanisch, Französisch, Italienisch und Deutsch erlernt werden – im Internet oder per CD-ROM. Ein Kurs dauert sechs Monate, umfasst 60 dreiviertelstündige Unterrichtseinheiten und kostet 149 Euro , mit Begleitung durch einen Online-Tutor 325 Euro . Geschäftsenglischkurse können mit dem Cambridge Business English Certificate in drei unterschiedlichen Sprachstufen abgeschlossen werden.

www.clt-net.de

Bei Auralog aus Paris können Sprachen ebenfalls im Internet und mit CD-ROM gelernt werden. Angeboten werden Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Holländisch, Chinesisch, Japanisch, Arabisch und Deutsch. Das Kursprogramm „Tell me more“ richtet sich an Erwachsene und Jugendliche, „Tell me more Kids“ an Kinder von fünf bis elf Jahren. Monatliche Kosten: 75 Euro. www.auralog.com

Für Microsoft Windows Nutzer bietet das Unternehmen Global English aus

Kalifornien weltweit Englischkurse im Internet. Es gibt ein kostenloses Probeabo für sieben Tage, außerdem Kurse für Kinder sieben bis zwölf. Monatliche Kosten: rund 30 Euro .

www.globalenglish.com

Kostenlose Hilfen , Übungen und Sprachtest für Englisch Lernende bietet

das British Coucil unter

www.learnenglish.org gar

FREI NACH ENZENSBERGER

Einige Computerprogramme sind traumhaft. Wer hätte gedacht, dass man seine Abneigung gegen Mathematik so einfach verlieren kann? Mit dem Programm „Der Zahlenteufel“ von Terzio ist dies möglich. Die Software basiert auf einem Buch von Hans Magnus Enzensberger. Darin hat Robert einen Traum, der ihn in die Geheimnisse der Mathematik einführt. Auf spielerisch-spannende wie informativ-lehrreiche Weise erfährt Robert, was es mit Dezimalzahlen, Potenzen, Primzahlen und vielem mehr auf sich hat. Am Ende jeder der zehn Nächte kann Robert dann wieder eine neue Aufgabe lösen. Kein Wunder also, dass der „Zahlenteufel“ mehrere deutsche Softwarepreise einheimste, darunter den Deutschen Bildungssoftware Preis digita und den Kindersoftwarepreis Tommi.

DAS WISSENSPAKET

Einen digita war den Juroren 2005 auch das Microsoft- Paket „Lernen und Wissen 2006“ wert. Kern dieser DVD ist das mehrfach preisgekrönte Multimedia-Lexikon Encarta , das in „Lernen und Wissen“ um allerhand nützliche Werkzeuge zum Einbinden dieses Wissenfundus in typische Office-Programme wie Word oder Power Point ergänzt wurde. Viel wichtiger ist allerdings, dass in das Wissenspaket neben der Encarta-Oberfläche noch eine spezielle Oberfläche für Kinder aufgenommen wurde und zudem die Inhalte an die Bedürfnisse der Schüler angepasst wurden.

GUTER RAT

Der „Zahlenteufel“ und das Microsoft-Programm sind zwei Beispiele von Programmen, auf die man stößt, wenn man die einschlägigen Preise verfolgt. Neben digita (www.digita.de) und Tommi (www.kindersoftwarepreis.de)

gibt es zum Beispiel noch den

„Clever“-Preis der Zentrale für

Unterrichtswesen (www.zum.de) oder die „Giga-Maus“ (www.gigamaus.de) von der Zeitschrift „Eltern for Family“. Auch der Kindersoftware-Ratgeber von Thomas Feibel (www.feibel.de) hilft, den ProgrammDschungel zu lichten. Überdies

stellen Computerzeitschriften

wie die „c’t“ oder das Magazin „Chip“ gute Kinderprogramme vor.

DAS RICHTIGE PROGRAMM

Sollen spezielle Schwächen ausgebügelt werden, kann ein Programm sinnvoll sein, das ergänzend zum Lehrbuch ausgesucht wurde und eventuell sogar aus dem gleichen Verlag stammt. Wichtig ist dabei, die Software in Abstimmung mit dem Lehrer einzusetzen. Er weiß am besten, welche Schwächen es zu beheben gilt. Anders sieht es aus, wenn es um allgemeine Schulprobleme wie Konzentrationsschwäche geht. In diesem Fall kommt es darauf an, das Interesse zu wecken . Von Multimedia-Schnickschnack sollte man sich nicht blenden lassen. Gute Lernsoftware zeichnet sich nicht in erster Linie durch Unterhaltung aus, das unterhaltsamste Programm ist längst nicht die beste Lernsoftware. sag

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