Zeitung Heute : LESERBRIEFE
Betr.: Grillen im Preußenpark
Warum soll es dort nicht möglich sein, dass Menschen – ähnlich wie im Tiergarten – grillen? Ich habe beobachtet, wie eine thailändische Frau an einem ruhigen Morgen rund um den Rasenplatz Müllreste einsammelte, die sicher nicht von ihr waren. Wo findet man im Anschluss ans Große Grillen so wenig Dreck vor? Wenn jetzt nur wieder eine kommerzielle Variante angedacht wird (Liegestuhlverleih und Imbiss), kann ich mir nicht vorstellen, dass der Platz dann besser aussieht oder es ruhiger wird – nur, dass Sommerfrischler erneut zur Kasse gebeten werden.
Christian Funke, Wilmersdorf
Betr.
: Eichkamp will seine Ruhe – Anwohner fordern Tempo 60 auf der Avus
Eichkamp will seit Jahrzehnten ein Refugium der totalen Ruhe sein! Das Bild zum Artikel mit dem Umzugswagen im Hintergrund passt: Die Familien Neumann und Triest sollten akzeptieren, dass die Avus seit Jahrzehnten eine pulsierende Autobahn ist und auch bleiben wird.
H. Swoboda, Charlottenburg
Ich kann sehr gut verstehen, dass sich Anwohner in der Nacht durch aufheulende Motorräder und auch sonst wegen deutlicher Überschreitung von Tempo 80 km/h auf der Avus gestört fühlen. Ob da Tempo 60 viel bringen würde, kann ich nicht so recht einschätzen. Man kann bei einem Motorrad wohl auch in einem niedrigen Gang den Motor aufheulen lassen. Kein Verständnis habe ich aber für Tempo 30 km/h in der Eichkampstraße. Wer da in den letzten Jahrzehnten hingezogen ist, wusste: Dies ist eine Durchgangs- und keine Wohnstraße. Dafür waren die Grundstücke dort auch schon vor 35 Jahren etwa 25 Prozent billiger als bei uns im Zikadenweg. Alles kann man eben nicht haben.
Roger Gesatzke, Eichkamp
Tempo 60 statt 80 würde für die Anwohner eine beträchtliche Verringerung der Lärmbelastung bringen, wie auch in Veröffentlichungen des Bundesverkehrsministers nachzulesen ist. Es würde auch den Avus-Lärm verringern, der aufgrund der Lücke zwischen Lärmschutzzaun und Avus-Tribünen entsteht und der vor allem bei Ostwindwetterlagen eine starke Belästigung der Anwohner darstellt. Ein weiterer Gesichtspunkt für (kontrollierte! ) 60 km/h bis Auerbachtunnel und dann erst einen Übergang auf Tempo 100 ist ein mehr psychologischer: Zurzeit nehmen viele Motorradfahrer den Übergang von 60 auf 80 als Anlass, das Rennstreckengefühl akustisch auszuleben. Sehr wahrscheinlich würden die meisten das Gasgeben auf den Übergang von 60 auf 100 verlegen.
Karl Tietmann, Eichkamp
Es geht nicht an, in die Nähe oder sogar anliegend an eine verkehrsreiche Straße zu ziehen und sich hinterher Grabesstille verschaffen zu wollen. Die Siedler im Eichkamp haben ja schon auf Kosten der Steuerzahler eine Lärmschutzwand bekommen. Tempo 60, wie gefordert, wird die Lärmspitzen von beschleunigenden Motorradrüpeln nicht ausmerzen können, sondern nur zu Ärger und juristischen Gegenmaßnahmen führen (wie vor Jahren im letzten Abschnitt der Avus, auf dem das Tempolimit von 60 Stundenkilometer wieder beseitigt wurde).
Jürgen Bertram, Charlottenburg





