LIVIA PATRIZI : NACHGEFRAGT

Vom 24. - 30. September findet „Tanzhochdrei“, das Internationale Tanztheaterfestival für junges Publikum, im Theater an der Parkaue statt. Die Berliner Choreografin Livia Patrizi ist eine der Kuratorinnen des Festivals.

Das Festival richtet sich an junge Zuschauer. Was für Stücke haben Sie ausgewählt?

Die acht Inszenierungen sind alles professionelle Tanzproduktionen. Wichtig ist uns, die Vielfalt an Stilen und Themen zu zeigen.

Stehen denn auch Kinder und Jugendliche auf der Bühne?

Zur Eröffnung zeigen wir den Klassiker „Ulysse“. Jean-Claude Gallotta hat das Stück 1981 für erwachsene Tänzer kreiert. 15 Kinder im Alter von 8-12 Jahren haben das Stück jetzt neu interpretiert. Sie sind technisch alle sehr fit – zugleich verleihen sie dem Stück einen neuen Ausdruck.

Ein Höhepunkt ist der Auftritt der Batsheva Dance Company aus Israel. Was zeigt sie in Berlin?

„Kamuyot“ wurde für das Junior-Ensemble von Batsheva kreiert. Es ist rein abstrakter Tanz, aber die jungen Tänzer erzeugen eine große Spannung. Wie sie mit dem Publikum kommunizieren, hat mich einfach begeistert.

Gibt es auch Hip-Hop zu sehen?

Die brasilianische Gruppe Membros kommt aus dem Hip-Hop-Bereich, sie hat aber einen ganz eigenen Stil entwickelt. Das ist eine Tanzsprache, mit der Jugendliche sich sofort identifizieren können.

Soll das Festival auch Lust machen, selber zu tanzen?

Klar doch. Schulklassen sind Paten der Produktionen, sie schauen sich das Stück an und entwickeln dann eine eigene kleine Performance.

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