Zeitung Heute : Lockruf des Geldes

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„Um medizinisches Fach und Pflegepersonal wird sogar schon im europäischen Ausland geworben“, beschreiben die Organisatoren der Fachmesse Medica den globalisierten Arbeitsmarkt. Die heute schon viel zu wenigen Ärzte an deutschen Krankenhäusern brauchen in Zukunft noch mehr Unterstützung durch Pflegepersonal. Möglicherweise kehren aber auch weniger Mediziner den deutschen Kliniken den Rücken. Bislang lockte etwa die Schweiz, weil dort der Bereitschaftsdienst schon lange als Arbeitszeit gilt, eine AiP-Phase nicht existiert und Jungmediziner mit einem Anfangsgehalt bis zu 5000 Euro im Monat rechnen können. Zum Vergleich: Mit Bereitschaftsdiensten und einer 80-Stundenwoche kommt ein Assistenzarzt hierzulande derzeit auf etwa 4200 Euro. In Zukunft wird nach BAT gezahlt – oder das Honorar wird frei ausgehandelt. Wegen des Ärztemangels kann Pokern ein lohnender Versuch sein. Etwa mit dem Hinweis auf England, wo unbefristete Arbeitsverhältnisse üblich sind. Und: Ab April gibt es zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten für Mediziner – in zehn neuen EU-Ländern. AnKa

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