Look-Editorial : Berliner Stil leben

Alles ist möglich – das sagt der Berliner Designer Michael Michalsky in dieser Ausgabe von Look über die Zukunft seiner Shows. Alles ist möglich – das trifft auch auf die Berliner Modewoche insgesamt zu.

von
Lorenz Maroldt
Lorenz Maroldt, Chefredakteur -Foto: Kai-Uwe Heinrich

In beeindruckender Weise hat die Konzentration verschiedener Messen und Schauen auf jeweils eine Woche der Stadt einen ungeheuren Schub gebracht. Das gilt für die hiesige kreative Szene, die immer bedeutender wird – und auch ernst genommen; das gilt ebenso für die Wirtschaft, denn die Hotels sind nahezu ausgebucht, und Taxifahrer erzählen, dass für sie diese Tage die besten des Jahres sind.

Die Mercedes-Benz-Fashion-Week mit ihrem Zelt am Bebelplatz und die Bread & Butter mit ihren gigantischen Konstruktionen auf dem Flughafen Tempelhof ziehen an, und und sie lassen um sich herum neues Modeleben entstehen. Dass manche Politiker in der Stadt das für nichts anderes als „Halligalli“ halten, zeigt auch, wer hier das Tempo macht und wer nicht mithalten kann. Klaus Wowereit dagegen darf sich bestätigt fühlen: Diesmal dankte ihm Bread-&-Butter-Chef Karl-Heinz Müller bei der Eröffnungsparty ausdrücklich für die Unterstützung. Das hatte er sich im Sommer noch nicht getraut, wegen der politisch abgehobenen Flughafendebatte. Auch daraus ist längst eine Erfolgsgeschichte geworden: In Tempelhof werden jetzt Millionen verdient, nicht mehr verloren.

Berlin ist dabei, als Modestadt ein ganz eigenes Gesicht – und Gewicht! – zu bekommen. Eine spannende Sache. Und wir sind dabei.

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