Zeitung Heute : Marktführer bei Homebanking

KURT SAGATZ

In T-Online werden weit über zwei Millionen Konten geführtVON KURT SAGATZ

Wenn es einen Bereich gibt, in dem T-Online allen Konkurrenten haushoch überlegen ist, dann ist das Homebanking.Allein die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache, denn inzwischen werden über 2,3 Millionen Konten online geführt, fast auschließlich bei den in T-Online vertretenen 1200 Instituten.Konkurrent AOL bringt es dagegen auf zwei Banken und im Internet haben derzeit ebenfalls nur sehr wenige Kreditinstitute ihre Pforten geöffnet.Bei CompuServe und MSN fehlen die Banken bislang vollständig.Interessant dabei: Marktführer Deutsche Bank steht im Online-Bereich nur auf viertem Platz mit rund 160 000 Konten hinter den Sparkassen (660.000), der Postbank (430.000) sowie den Volks- und Raiffeisenbanken (450.000). Bei T-Online hat Homebanking Tradition.Durch die eindeutige Online-Identität der Nutzer im geschlossenen Telekom-Netz und ein besonderes Transaktionsverfahren wurde die Sicherheit von Geldgeschäften in T-Online nie ernsthaft angezweifelt.Doch Homebanking ist nicht nur sicher, sondern auch einfach.Das elektronische Überweisungsformular kann beinahe genauso leicht ausgefüllt werden wie das aus Papier.Gleiches gilt für die die Abfrage des Kontostandes oder die Bestellung von Vordrucken.Der Hauptvorteil des Homebanking ist jedoch der Faktor Zeit: Online-Geldgeschäfte kennen keinen Ladenschluß, keine Schalterschlangen und keine langen Anfahrtswege.Hierfür kann dann schon in Kauf genommen werden, daß die Verbindungsaufnahme mit dem Bankrechner Telefon- und T-Online-Gebühren kostet.Die Vorteile sprechen für sich - und führen bei einigen Banken bei den Online-Konten zu einem monatlichen Plus von 25 Prozent. Wer mit dem Computer Homebanking betreibt, wird sich auf Dauer nicht damit zufrieden geben, nur online zu buchen oder Kontostände abzufragen, schließlich kann der Rechner die kompletten Finanzen verwalten.Die beiden bedeutendsten Finanzverwaltungs-Programme für den Heimbereich - Microsoft Money und Intuit Quicken - bieten vordefinierte Schnittstellen zu den Homebanking-Konten in T-Online.Nach einmaliger Eingabe der relevanten Daten - Institut, Kontonummer, PIN (Persönliche Identitätsnummer), TAN (Transaktionsnummer) sowie den T-Online-Zugangsdaten können nun die meisten Online-Geldgeschäfte automatisiert abgewickelt werden. Homebanking hat nicht nur Vorteile für die Kunden.Auch die Banken profitieren davon, daß Buchungen nicht von Papier in die EDV übertragen werden müssen, daß Kunden lieber den Online-Zugang nutzen als am Bankschalter anzustehen.Doch leider, so hat die Stitftung Warentest Ende 1996 herausgefunden, geben nur die Hälfte der Institute diesen Vorteil auch an die Kundschaft weiter.Hier lohnt also ein Vergleich der Konditionen.Dies gilt gleichermaßen für den Umfang der angebotenen Leistungen, denn verläßlich werden nur Inlands-Überweisungen, Kontostands- und Kontobewegungsabfragen unterstützt.Wer mehr will - Scheckbestellung, Aulandsüberweisungen oder Daueraufträge - sollte dies sicherstellen, bevor die Freischaltung des Konto für Homebanking beim Institut beantragt wird.In diesem Zusammehang noch ein Tip: Viele Banken oder Sparkassen übernehmen für ihre Kunden die T-Online-Einstiegsgebühr, wenn der Online-Zugang zusammen mit dem Freischalten des Kontos beantragt wird.Wichtig dabei: Die T-Online-Anmeldung muß über die Bank erfolgen, eine nachträgliche Erstattung der Kosten ist nicht zwangsläufig gewährleistet.

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