Matthies meint : Vermopst und verbeagelt

Ach, die 68er. Haben alles kaputtgeredet! Nur sitzen sie ja wie die fetten Schnecken an allen Schaltstellen und achten darauf, dass nichts mehr in die Öffentlichkeit dringt von den guten Dingen und wie sie früher waren. Doch seit Eva Herman nun über mehr Tagesfreizeit als früher verfügt, dürfen wir damit rechnen, dass sie noch intensiver als bisher den Kampf mit den linken Ideologen aufnimmt.

Hier sind ein paar Vorschläge, wo der mahnende Zeigefinger in die blutende Wunde zu legen wäre, falls man das so sagen kann: „Das Prinzip Cayenne turbo – warum wir die Autobahn retten müssen“. Die Erfolgsautorin erläutert, wie es unter dem Druck leistungsfeindlicher Ökoprediger immer häufiger zu Tempolimits und Wanderbaustellen kommt, die die bürgerliche Freiheit gezielt beeinträchtigen sollen.

„Hitler war pfuibäh“, sagt sie dann, aber es habe in der Nazizeit Werte gegeben, die nicht schlecht gewesen seien, beispielsweise die Beschleunigung des Horch 780 Cabriolet von null auf hundert in 24,5 Sekunden. Der Bau der Autobahnen habe dem Zweck gedient, diese Werte zum Ausdruck zu bringen: „Eine Hin..., äh, Richtgeschwindigkeit von 130 wäre in der Nazizeit undenkbar gewesen, und ein absolutes Haltverbot hätte sich mit der heute zu Unrecht verteufelten Idee der Volksgemeinschaft nie vereinbaren lassen.“

Mit Spannung dürfen wir auch das Buch „Das Prinzip Blondi – warum wir den Schäferhund retten müssen“ erwarten. Lesen Sie, wie der Deutsche Schäferhund unter dem Zugriff linksalternativer Züchter vermopst und verbeagelt wurde, bis er schließlich nicht mehr in der Lage war, Werte und Familie entschlossen zu verteidigen. „Ohne die Verbrechen der Nazis leugnen zu wollen“, erinnert Eva Herman daran, wie der Schäferhund zwischen 1933 und 1945 in Ehren gehalten wurde, bevor er den 68ern in die Hände fiel.

Schließlich: „Das Prinzip Saumagen – warum wir die gute deutsche Küche retten müssen“. Die Autorin erläutert, wie die 68er in ihren WG-Küchen die konzentrierte braune Grundsoße durch ideologisch gefärbte Rezepte wie gefüllte Paprikaschoten und Spaghetti Bolognese ersetzt haben, deren Ziel die Verdrängung von Pichelsteiner Eintopf und anderen Spezialitäten war. Auch mit verlängerter Mehlschwitze oder Kartoffelschalensud lasse sich eine nahrhafte Mahlzeit bereiten, erklärt sie. „Hitler war ein Verbrecher“, aber dabei dürfe nicht übersehen werden, wie liebevoll in der Nazizeit die kulinarischen Traditionen gepflegt worden seien. Mit superleckeren Rezepten!

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