Zeitung Heute : Maul- und Klauenseuche: Aufpassen bei Storno wegen MKS

Zum Thema Chronologie: Der jüngste Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Europa Urlauber können Reisen wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Ausnahmefällen kündigen. Bisher gebe es aber keine offiziellen Reisewarnungen, die grundsätzlich zur Kündigung eines Reisevertrags berechtigten, teilten die Verbraucherzentralen in Düsseldorf und Stuttgart jetzt mit. Es handele sich nur um Empfehlungen, bestimmte Gebiete zu meiden. Die Juristin Beate Wagner erklärte jedoch, bei Ferien auf dem Bauernhof könnten Urlauber den Reisepreis unter Umständen mindern.

Wenn ein Landwirt Gäste aufnehme und dann kurzfristig das Spielen mit den Tieren und Streicheln verbiete, liege ein eindeutiger Mangel vor. Normalerweise sei in es in diesem Fall möglich, den Reisepreis zu reduzieren.

Eindeutig sei die Rechtslage nur, wenn der Landwirt ausdrücklich zugesagte Leistungen vor Ort plötzlich ablehne. "Dann hat der Bauer die Kosten für die Anfahrt und eine notwendige Übernachtung zu tragen", erklärte Wagner. Auch wenn das Reisegebiet in einem behördlich gesperrten Bereich liege und daher nicht erreichbar sei, bestehe grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf Kündigung der Reise auf Grund höherer Gewalt, ohne dass der Veranstalter Stornokosten geltend machen könne.

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