Zeitung Heute : "Mega" - interaktiver Quiz-Spaß im Taschenformat

SIMONE LEINKAUF

Die Winterferien stehen vor der Tür - und damit für wintersportbegeisterte Eltern wieder einmal die leidige Frage, wie man die lange Auto- oder Bahnfahrt ins Skigebiet für den Nachwuchs und natürlich auch für sich selbst erträglicher gestalten kann.Cassetten mag man irgendwann nicht mehr hören, Bücher beschäftigen die Kinder auch nur einen begrenzten Zeitraum und die Anzahl praktikabler Reisespiele ist nicht allzu groß.Für Kinder im Alter von etwa sieben Jahren an gibt es seit einigen Monaten einen bunten Reisebegleiter, der die Langeweile für eine Weile vertreiben kann: Im Oktober vergangenen Jahres brachte Ravensburger einen kleinen handlichen "Computer" auf den Markt, der sich als sinnvolle Alternative zu den nicht von allen Eltern gern gesehenen Gameboys anbietet.

"Mega" heißt der kleine Quiz-Master, der wie ein elektronisches Trivial Pursuit für Kinder aufgebaut ist: 3000 Fragen zu den fünf Wissensgebieten Deutsch, Mathe, Weltreise, Wissenschaft und Freizeit laufen über das Display, wobei die Laufgeschwindigkeit der Schrift dem Lesevermögen des Kindes angepaßt werden kann.Da geht es um die Burgbewohner im Mittelalter, um die Himmelsrichtungen, den Aufbau der Grundfarben oder die Frage, ob in einem Feuerzeug Gas, Wachs oder Öl ist.In Deutsch werden Grammatik- und Rechtschreibfragen gestellt oder sind Schüttelwörter zu ordnen, in Mathe sind Textaufgaben und Gleichungen zu lösen.Und bei manchen Fragen wie beispielsweise nach Nebenflüssen der Fulda, dem Durchmesser der Erde oder dem Datum der ersten Automobilausstellung in Paris können auch die Großen ihr eigenes Wissen auffrischen.

Die Megas werden je nach Altersgruppe angeboten in Quietschgelb, Knallgrün und leuchtendem Orange - für Kinder von sieben bis acht, acht bis neun und neun bis elf Jahren.Jeder Mega hat zwei Schwierigkeitsstufen, die vom Spieler eingestellt werden können.Außerdem sind jeweils eine Uhr mit Wecker und ein Taschenrechner integriert.Spielvarianten gibt es drei: Bei "Klassisch" beantwortet man immer eine Frage nach der anderen oder überspringt sie, bei "Gegen die Uhr" muß man auf Zeit antworten und bei "20/20" geht es um einen Wettbewerb gegen den Computer mit 20 nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Fragen.Wurde eine Frage richtig beantwortet, taucht ein lachender Smiley auf, bei falscher Antwort ein trauriger und die richtige Antwort blinkt auf.Dazu ertönt eine entsprechende Melodie.Und das ist eigentlich das Einzige, was beim Mega wirklich stört - die akustische Untermalung jedes Tastendrucks.Allerdings hat Ravensburger, vermutlich in Anbetracht der empfindlichen Ohren der Eltern, hier vorgesorgt: Den Ton kann man abschalten, was das Spielen sofort viel angenehmer macht.

Wenn bei mehreren Kindern der Kampf um den Mega ausbricht, so gibt es auch hier eine Abhilfe: Jeder Mega ist mit einer Infrarot-Antenne ausgestattet, über die sich zwei Spieler, wenn jeder im Besitz eines Megas ist, Quiz-Fragen "zubeamen" können.Ein zusätzlicher Anreiz, sich mit den Wissensfragen aus dem Mini-Computer, der mit einem Clip am Gürtel befestigt werden kann, zu beschäftigen.Und hat man den Mega durchgespielt, was bei den dreitausend Fragen schon eine Weile dauert, so kann man davon ausgehen, daß die Allgemeinbildung des Nachwuchses auf spielerische Weise einen guten Schritt vorangekommen ist.Der Mega läuft mit vier 1,5 Volt-Batterien und ist für etwa 69 DM zu bekommen.

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