Zeitung Heute : "Mein Bruder hatte Wahnvorstellungen"

M.M.[JEAN-PIAGET-HAUPTSCHULE]

Meine erste Erfahrung mit Drogen war mit 14.Es kam ganz plötzlich und unerwartet.Mein Bruder kam aus der Disko und war zuerst ganz normal, aber dann war plötzlich alles ganz anders.Er war von dem Gedanken besessen, daß meine Eltern Vampire wären.Zum Glück beruhigte er sich wieder.Am nächsten Morgen hatte er Wahnvorstellungen.Er dachte, daß seine Mutter Stalin wäre und sein Vater Hitler.Als das passierte, habe ich meine Eltern informiert und mußte warten, bis sie nach Hause kamen.

Sie brachten meinen Bruder dann ins Krankenhaus.Ich fuhr mit, mein Bruder guckte mich an, wie ein Feind, der die Waffe auf mich richtet.Sein Aufenthalt in der Klink dauerte neun Monate, davon wirkte die Droge jedoch drei Monate und er mußte vier Wochen lang festgebunden werden, weil er sehr aggressiv war, hauptsächlich gegen meinen Vater.Die Ärzte sagen, es wären gemischte Drogen in seinem Körper gewesen.Zum Glück ist er seit drei Jahren wieder gesund, aber er muß noch heute Tabletten nehmen.

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