Zeitung Heute : "Meine WM kann das nicht mehr sein"

PARIS (sid).Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Egidius Braun, hat nach der Dringlichkeitssitzung des Organisationskomitees (CFO) der Fußball-Weltmeisterschaft gestern in Paris nach den schweren Ausschreitungen von Lens völlig die Fassung verloren.Unter Tränen sagte Braun: "Das ist die schwärzeste Stunde meines Lebens.Ich habe überlegt, nach Hause zu fahren.Das ist kein Hooliganismus mehr, das ist blanker Terrorismus, was sich in Lens abgespielt hat.Diese WM kann mir keine Freude mehr machen.Unsere Mannschaft bemüht sich darum, unser Land in Frankreich würdig zu vertreten, und dann kommen diese Verbrecher und machen alles kaputt." An negative Auswirkungen auf die deutsche WM-Bewerbung für 2006 dachte Braun nicht."Ich kann doch in dieser Stunde, wo ein französischer Polizist mit dem Tode ringt, nicht an die Bewerbung denken." Die Kommission habe ihm versichert, daß der Terror von Lens nichts mit Deutschland und der Nationalmannschaft zu tun habe.Braun: "Aber meine WM kann das nicht mehr sein".

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