Mein KUNSTSTÜCK : Himmlische Reise

Annabelle Seubert

Ein Nickerchen in einer dicken weißen Wolke halten. Nur einmal! Wer schon immer davon geträumt hat, der kann jetzt damit aufhören. Denn in der Schering Stiftung kann man dabei zusehen, wie Wolken hergestellt werden. So geht’s: Ein Laserdrucker spuckt Kopien aus und produziert so viele Partikel, bis auf einer Anzeige an der Wand keine roten Zahlen mehr aufleuchten, sondern das Wörtchen Cloud. Dann kommt der Staubsauger ins Spiel. Er macht nicht bloß eine Menge Lärm, sondern bläst gehörig Luft in eine Plastikkugel. Schon schwirren dort kleine flauschige Wolkenstücke. Hochwissenschaftlich geht die himmlische Reise weiter, vorbei an Drähten und Geräten, durch Glasrohre und Trichter. Sie endet an einem Teelicht. Wer nicht alles versteht, sei getröstet: Der Wolken-Kern-Scanner im Troposphären-Labor ist auch was fürs Auge. Künstlerin Agnes Meyer-Brandis experimentierte für ihre Installation an Bord eines Forschungsflugzeuges des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt – in temporärer Schwerelosigkeit. Einmal durch die Luft schweben! Auch davon kann man träumen.

Schering Stiftung, Unter den Linden 32-34, Mitte, bis Sa 27.2., Mo-Sa 11-18 Uhr, Fr/Sa 5./6.2. 11-16 Uhr

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