Zeitung Heute : Mercedes: Top-Modelle

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Bei Großserienmodellen sind Produktionsmillionäre gerne gefeierte Erfolgsmodelle. Bei exklusiveren Autos dagegen bieten auch kleinere Produktionszahlen Gelegenheit zum Feiern. So zum Beispiel beim Mercedes-Benz E 55 AMG. Dieses seit 1997 gebaute sportlich-luxuriöse Topmodell der E-Klasse, das den bis dahin in knapp 3000 Exemplaren gebauten Vorgänger E 50 AMG ablöste, hat nämlich die Marke von 10 000 bislang gebauten Exemplaren erreicht. Den Löwenanteil machten dabei rund 8400 Limousinen aus, etwa 1500 Versionen rollten als T-Modell aus den Fertigungshallen und 100 Exemplare waren Allradler E 55 AMG 4Matic.

Für die Mercedes-AMG GmbH ist das ein ganz besonderer Erfolg. Denn der E 55 AMG mit seinem 260 kW (354 PS) leistenden V8-Motor, der ein Drehmoment von maximal 530 Nm liefert, ist als Pionier der sehr beliebten Mercedes-AMG-Achtzylinder, zu denen auch die Modelle ML 55 AMG, CLK 55 AMG, S 55 AMG und SL 55 AMG zählen, das erfolgreichste Modell in der 33-jährigen Geschichte von AMG. Sein Triebwerk, das inzwischen in 13 AMG-Modellen eingesetzt wird und allein im vergangenen Jahr in mehr als 10 000 Exemplaren gebaut wurde, sorgt für Fahrleistungen der Extraklasse. Trotz des Produktionsjubiläums gehören die AMG-Versionen zu den besonders exklusiven Modellen. Denn an der Gesamtptroduktion der E-Klasse, die inzwischen in rund 840 000 Exemplaren gebaut wurde, haben die AMG-Versionen gerade einmal einen Anteil von knapp 1,2 Prozent.

Diese drei Buchstaben AMG haben unter Kennern einen ganz besonderen Klang. Denn 1967 machte sich Hans-Werner Aufrecht, der acht Jahre lang Mitarbeiter der Versuchsabteilung bei Mercedes-Benz war, selbstständig. Zusammen mit seinem Partner Erhard Melcher gründete er ein Tuningunternehmen, das sich von Beginn auf auf Mercedes-Modelle beschränkte. Als Namen für das neue Unternehmen wählte man die ersten Buchstaben der Namen beider Partner und fügte ein großes "G" für Großasbach an, den Geburtsort Aufrechts nördlich der schwäbischen Hauptstadt Stuttgart. AMG wurde schnell zu einem Begriff. Schon 1971 gab es den ersten Motorsportauftritt. Der 315 kW (428 PS) leistende Mercedes 300 SEL 6.9 errang bei den 24 Stunden von Spa den ersten Platz in seiner Klasse. Zwischen 1986 und 1993 fuhren AMG-Fahrzeuge allein 50 Siege in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) ein.

Erfolge, die bei Mercedes mehr als positiv registriert wurden. Denn 1988 wurde AMG offizieller Partner von Mercedes-Benz in der DTM und zwei Jahre später, im Oktober 1990, unterzeichneten AMG und Mercedes-Benz einen Kooperationsvertrag und gingen fortan gemeinsame Wege. Mit dem 1993 auf der IAA vorgestellten C 36 AMG präsentierte man das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug, das sich zu einem Bestseller entwickelte. Weitere Erfolgsmodelle auf Basis der S-Klasse und des SL folgten. Und Im Januar 1999 war es schließlich so weit: AMG wurde als Tochterunternehmen in die DaimlerChrysler AG eingegliedert und die AMG-Modelle damit zu den sportlichen Spitzenmodellen der verschiedenen Modellreihen. 17 sind es derzeit. Die drei neuesten Versionen mit den drei Buchstaben sind der SLK 32 AMG und der C 32 AMG sowohl als Limousine als auch als T-Modell, über den wir erst vor wenigen Wochen ausführlich berichtet haben. Die Hauptmärkte für die Mercedes-AMG-Modelle sind übrigens Nordamerika, Deutschland, Großbritannien und Japan.

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