Zeitung Heute : Microsoft wirbt um positive Berichte

Das weltgrößte Softwareunternehmen Microsoft wirbt mit Zeitungsanzeigen für seine Position im "Browser-Streit" mit dem US-Justizministerium.Zugleich berichtete die "Los Angeles Times" in ihrer Freitagausgabe, daß das Unternehmen mit einer gezielten Kampagne für freundliche Medienberichterstattung sorgen wolle.In den Microsoft-Anzeigen, die in zwei Seattler Tageszeitungen sowie einflußreichen Blättern wie der "New York Times" erschienen, hieß es unter anderem, "daß niemand versuchen soll, Software- Verbesserungen im Jahr 1998 einzufrieren." Microsoft will in seinem neuen Computerbetriebssystem "Windows 98" seinen Internet-Browser "Explorer" integrieren.Damit mißbrauche Microsoft seine Marktmacht, lautet der Vorwurf in einer Kartellklage des Justizministeriums.Die Integration sei zum Vorteil der Verbraucher, kontert die Microsoft-Anzeige.Die "Los Angeles Times" berichtet unter Berufung auf ihr vorliegende interne Microsoft-Dokumente von einem Plan, den Abdruck positiver Berichte, Leserbriefe und Kommentare zum Unternehmen zu organisieren.Ein Microsoft-Sprecher gab gegenüber der Zeitung zu, ein solcher Plan habe existiert, allerdings nur als "Vorschlag".

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