Zeitung Heute : Mineralien für den Gartenboden

Peter Busch

Vor allem Pflanzennährstoffe sorgen für eine hohe Fruchtbarkeit des Bodens. Doch es besteht die Gefahr, dass sie ausgewaschen werden. Das lässt sich jedoch mit Gesteinsmehlen und Tonmineralien, die auch viele wichtige Spurenelemente enthalten, verhindern.

Gesteinsmehle bestehen aus vulkanischem Gestein und sind in ihren Bestandteilen mit dem fruchtbaren Nilschlamm vergleichbar. Beide enthalten zur Hälfte Kieselsäure und zu einem Fünftel Aluminiumoxid (Ton). Der Gehalt an Kalk und Magnesium, der bei Nilschlamm bei circa drei Prozent liegt, schwankt bei den Gesteinsmehlen je nach Herkunft zwischen vier und zwölf Prozent. Ähnlich gleich sind die Werte wieder bei Eisen, Kalium und Natrium. Die Spurenelemente Bor, Jod, Kupfer, Kobalt, Zink, Chrom, Mangan, Molybdän und Nickel sind im Nilschlamm wie im Steinmehl reichlich enthalten.

Um das Gesteinsmehl in den natürlichen Kreislauf einzubinden, wird es dem Kompost in pulverdünnen Schichten zugefügt, etwa fünf Kilogramm pro Doppelzentner Kompost. Natürlich kann man das Gesteinsmehl auch direkt auf das Land streuen, ungefähr 100 Gramm jährlich pro Quadratmeter im Herbst oder Frühjahr ausbringen und einarbeiten.

Tonmehle sind ebenfalls eine Art Gesteinsmehl, nur von bedeutend kleinerer Korngröße. Von der chemischen Substanz her sind es verschiedene aluminiumhaltige Silikate. Im Handel gibt es diese Tonmineralien als Bentonit und als Montmorillonit. Diese Tonmineralien entstanden ebenso wie Gesteinsmehle durch die Verwitterung vulkanischen Gesteins. Tonpartikel, die blättchenförmig ausgebildet sind, haben den unschätzbaren Vorteil, dass sie stark aufquellen können und dann Wasser und Nährsalze festhalten. Während Wasser und Nährstoffe durch sandige Böden schnell in das Grundwasser gelangen und es so durch hohe Nitratwerte auch noch belasten, halten Tonminerale durch Ionenaustausch diese Stoffe fest und geben den feinen Haarwurzeln der Pflanzen die Möglichkeit, sie aufzunehmen.

Ein idealer Gartenboden besteht immer aus einem Gemisch von grobem, sandigem Material und Feinsubstanzen wie Ton. Es sorgt für Luftdurchlässigkeit, Wasserhaltevermögen und Nährstoffbindung, gibt dem Boden eine ideale Krümelstruktur und verhindert Auswaschungsverluste. Tonminerale werden sehr dünn und gleichmäßig auf die Kompostschichten aufgebracht; zwei Kilo pro Kubikmeter. Ein Zuviel stört die Verdauungstätigkeit der Bodenorganismen und lässt den Kompost schmierig werden. Tonminerale kann man auf leichten Böden jetzt oder auch im Frühjahr direkt über die Beete ausbringen, 200 Gramm pro Quadratmeter sind die richtige Menge. Das feine Tonmehl wird dünn über die Beete gestreut und anschließend mit dem Sauzahn eingearbeitet. Peter Busch

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