Zeitung Heute : Mit dem Digitalauge ins Netz

KURT SAGATZ

VideoBlaster bringt eigenes Konterfei für 200 DM ins InternetVon KURT SAGATZDie E-Mail-Adresse auf der Visitenkarte war erst der Anfang.Ausdruck der Innovationsfreudigkeit ist heute die Internet-Seite mit dem eigenen Konterfei.Das eigene Foto im Netz muß keineswegs teuer sein.Die Firma Creative Labs, besser bekannt durch die Soundblaster-Karten, bietet für rund 200 DM den sogenannten VideoBlaster an.Inhalt des Kartons ist neben der Digitalkamera noch ein umfangreiches Software-Paket. Das kleine runde Digitalauge im anthrazitfarbenen Gehäuse wird auf den Monitor gestellt.Angeschlossen wird die Kamera an die parallele Schnittstelle, also dort, wo normalerweise das Druckerkabel sitzt.Zur Versorgung der Kamera mit Strom wird noch ein spezieller Adapter zwischen Computer und Tastatur gesteckt ­ fertig ist die Hardware-Installation, die dadurch komplettiert wird, daß bei der Software-Installation einfach ein kleiner Treiber eingerichtet wird. Ebenso überraschend wie der Preis ist der Umfang der mitgelieferten Software.Kernstück ist das Programm ISpy, das für die Aufnahme der Schnappschüsse und deren Transport via File Transfer Protocol ins Internet sorgt.Das zweite wichtige Programm ist MediaStudio Video Edition, ein semi-professionelles Tool zur Erstellung von Video-Produktionen.Bei dem dritten Programm auf der CD-ROM handelt es sich um Howdy, mit dem Multimedia-Postkarten erstellt werden können.Bei allen drei Programmen handelt es sich um Vollversionen, genau wie bei Creatives Eigenproduktion, dem Video WebPhone, mit dem Internet-Konferenzen geschaltet werden können.HotMetal ist dagegen die Light-Variante des bekannten Design-Programmes für Internet-Seiten.Trotz der umfangreichen Software ist der VideoBlaster vor allem für den privaten Nutzer gedacht.Die Qualität der WebCam-Bilder läßt für eine professionelle Nutzung zu wünschen übrig, und dies selbst in der besten Auflösung von 640 mal 480 Bildpunkten.Hinzu kommt, daß die einfache Installation ohne spezielle Videokarte den Nachteil hat, daß das System durch die Softwareanbindung ziemlich belastet wird.Gleichwohl: Preis und Leistung stimmen beim Video-Blaster überein, für 200 DM eigene Bilder fürs Netz aufzubereiten, ist schon verloêkend. VideoBlaster, Creative Labs, rund 200 DM.Systemvoraussetzungen: Multimedia-Pentium 133 oder höher, 16 MB RAM, Modem, Windows 95 und Internet-Account.

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