Zeitung Heute : Mit Geld und ohne Kitsch zum Mythos Schönbrunn

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Schloss Schönbrunn wird in den nächsten fünf Jahren für weitere umgerechnet 64 Millionen Mark renoviert. Dabei werden 40 neue Attraktionen geschaffen. Ziel sei, ein "Mythos Schönbrunn zu schaffen, ohne in Kitsch zu verfallen", so Franz Sattlecker von der dortigen Betriebsgesellschaft, die seit 1993 bereits 100 Millionen Mark investierte. Die Schlossvermarkter befürchten, dass ohne ihr "Maßnahmepaket 2000" das Publikumsinteresse - 2000 werden 1,5 Millionen Besucher erwartet - schwindet. "Österreichs imperiale Vergangenheit" sei mit der größte Reiz für Touristen aus dem Ausland, die Alpenrepublik zu besuchen.

Bereits in diesem Jahr werden Maria Theresias Spiegelsaal, das Balkonzimmer und der "Gelbe Salon" wiedereröffnet, auch der Neptunbrunnen sprudelt wieder. Außerdem wird in einem "Dienergang" erstmals das höfische Leben der Dienstboten dokumentiert. In den kommenden Jahren wird das Sonnenuhrhaus, die Große Galerie, die Römische Ruine und der Obeliskbrunnen renoviert und der Irrgarten erweitert. Geplant ist außerdem ein Kindermuseum und der Einsatz von Fiakern in der ehemaligen kaiserlichen Schlossanlage.

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