Zeitung Heute : Mit im Film

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Wolfgang Petersen

ist wie Emmerich einer der wenigen erfolgreichen deutschen Filmregisseure in Hollywood und Garant für großes Unterhaltungskino. Sein Film „Der Sturm“, der im Jahr 2000 zeitgleich mit Emmerichs Historienepos „The Patriot“ anlief, konnte mehr Besucher locken. Petersen spielte in den ersten Tagen 64 Millionen Dollar ein – Emmerich blieb weit abgeschlagen mit 35 Millionen Dollar. Dafür wurde 2004 Emmerichs „The Day After Tomorrow“ wesentlich besser angenommen als Petersens „Troja“, der wieder gleichzeitig Premiere hatte.

DAS VORBILD

George Lucas als Vater von Star-Wars war für Emmerich während seiner Ausbildung Vorbild. Heute schimpft Lucas jedoch auf Emmerich. „Independence Day“ sei von „miserabler Qualität“. Zur Weltpremiere des mit horrenden Werbemitteln unterstützten „Godzilla“ konterte Lucas auf der offiziellen „Star-Wars“-Internetseite den Emmerich-Slogan „Size Does Matter“ (Größe ist wichtig). Er produzierte ein Plakat in exakt gleichem Schriftzug mit den Worten „Plot Does Matter“ (Die Geschichte ist wichtig). Nach zwei Tagen verschwand das Poster wieder. Die Zeit reichte, Emmerich bloßzustellen.

DER STAR

Will Smith fiel Emmerich 1993 in dem Film „Six Degrees of Separation“ auf. Er gibt Smith eine Rolle in „Independence Day“. Warum eigentlich nicht Willis oder Stallone? „Da hätte jeder gleich gewusst, dass sie durchkommen. Vielleicht können sie die Außerirdischen noch gut aufmischen, aber damit hätte es sich auch. Alles andere wäre relativ vorhersehbar. Mit Will Smith ist das anders.“

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