Zeitung Heute : Mit intelligentem Mix die besten Chancen

03.02.2002 00:00 UhrVon Frank Lochbaum

Was die Stellenvermittlung betrifft, war das Internet noch Mitte der 90ger Jahre kaum mehr als ein exotisches Randmedium. Inzwischen ist die Zahl der Online-Jobbörsen explodiert. Der Informationsdienst Crosswater Systems ( www.crosswater-systems.com ) listet allein für das deutschsprachige Internet knapp 420 Online-Jobbörsen auf.

Neben spezialisierten Angeboten - etwa für Touristiker, Mediziner oder Sozialberufe - gibt es Stellenmärkte, die ein breites Bewerberspektrum ansprechen. Die Angebotsvielfalt rührt vor allem daher, dass sich neben der Bundesanstalt für Arbeit ( www.arbeitsamt.de ) und den großen traditionellen Anbietern von Jobbörsen - wie etwa Jobpilot ( www.jobpilot.de ), Stepstone ( www.stepstone.de ), Monster ( www.monster.de ) oder JobScout24 ( www.jobscout24.de ) - auch Personalberater und Verlage in diesem Segment betätigen.

So sind inzwischen auch zahlreiche Fachzeitschriften und Tageszeitungen mit einem Online-Stellenmarkt im Netz präsent.

Neben den klassischen Instrumenten der Personalrekrutierung - wie den Anzeigen in der Tages- und Fachpresse, der Direktansprache auf Karrieremessen oder der Kontaktaufnahme über einen Personalberater - ist mit dem Internet nun also ein neues, leistungsstarkes Medium hinzugekommen, das durch den Einsatz von datenbankgestützten Lösungen ganz neue Möglichkeiten im Bereich der Stellensuche und -besetzung bietet. So haben beispielsweise fast alle großen Jobbörsen Datenbanken, in denen Bewerber (Unternehmer) ihr Qualifikationsprofil (ihre Qualifikationsanforderungen) hinterlegen können und auch das Matching - also der datenbankgesteuerte Abgleich bestimmter Kriterien wie Ausbildung, Zusatzqualifikation, Alter oder Gehalt - gehört bei den großen Anbietern fast zum Standard. Bewerber und Unternehmen werden dann automatisch per E-Mail über Stellenangebote beziehungsweise über Kandidaten, die für sie interessant sind, informiert.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die traditionellen Instrumente der Personal- oder Arbeitsplatzsuche ausgedient haben. Denn eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg ist, dass die jeweilige Zielgruppe optimal erreicht wird. Deshalb ist es sicher sinnvoll, wenn etwa eine Multimedia-Agentur oder ein Unternehmen aus der Kommunikationstechnik stärker auf Online-Jobbörsen setzt als ein Lebensmittelunternehmen oder ein Autohaus. Die Chance, den besten Kandidaten / "Traumjob" zu finden, steigen jedoch auch in den internet-affinen Branchen, wenn daneben die Fach- und Tagespresse nicht vernachlässigt werden.

Und je nachdem um welche Position es in dem Lebensmittelunternehmen oder dem Autohaus geht, ist es auch hier sinnvoll, das Internet in Kandidaten- beziehungsweise Arbeitsplatzsuche mit einzubeziehen. Denn am erfolgversprechendsten ist in den meisten Fällen ein intelligenter Mix aus allen Instrumenten der Personalrekrutierung.

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