Zeitung Heute : Mit Rad und Kanu durch Masuren

In dieser Woche gibt es eine Reise nach Masuren zu gewinnen. Das Berliner Veranstaltungs- und Rad-Reise-Büro velo.B in der Gipsstraße 7, das dort auch einen Verkaufsraum für Fahrräder und Anhänger unterhält, lädt zwei Personen zu einer von vier Touren nach Polen ein; die Auswahl reicht dabei vom einwöchigen Fahrrad-Törn im letzten Urwald Europas mit sieben Übernachtungen im Hotel (bei Halbpension) bis zum 14 Tage langen Camping-Urlaub (mit Vollpension), bei dem per Rad und Kanu die Masurische Seenplatte erkundet wird.

Für alle Reisen, die im kostenlosen velo.B-Katalog näher beschrieben sind (Auskunft unter der Telefonnummer 28 39 08 09 oder im Internet unter www.vsf.de/velo.b ), gilt: Die Bahnfahrt im Liegewagen (Berlin-Warschau-Berlin) ist ebenso inbegriffen wie die Busfahrt nach Masuren; deutschsprachige Reiseleitung ist dabei, das benötigte Kartenmaterial, Trekkingräder und/oder Kanus werden gestellt.

In den vergangenen Tagen hat sich SFB 4 Radio MultiKulti (im Internet unter www.multikulti.de) ausführlich mit der Geschichte und den Sehenswürdigkeiten der polnischen Region beschäftigt. Täglich gegen 9 Uhr 45 gibt es beim "Reisefieber" für schnelle Anrufer einen Reiseführer nach Wahl zu gewinnen, wenn die Tagesfrage richtig beantwortet wird. An der Auslosung der Reise kann sich noch beteiligen, wer die folgenden Fragen richtig beantwortet

1. Gepaddeltes

Man unterscheidet im Kanu-Sport zwei große Bootstypen, die sich nach ihren Formen bestimmen lassen. Beim einen, den Kajaks, gibt es für die sitzenden Sportler Doppelpaddel mit einem Blatt an jedem Ende, während Kanadier durch ein Stechpaddel mit nur einem Blatt vorwärtsbewegt werden und die Fahrer dabei knien. Während das Kajak seinen Ursprung in Grönland hat, stammen die Kanadier von Indianern in Amerika. 1933 wurden die ersten Europameisterschaften ausgetragen, bevor der Wassersport auch olympische Disziplin wurde. Worum handelt es sich, wenn in Wettkämpfen von "K2" die Rede ist?

2. Gescheitertes

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war das entscheidende Machtzentrum der Nationalsozialisten "in jedem Falle nicht Berlin, sondern das Führerhauptquartier", schrieb der Historiker Eberhard Jäckel zum 50. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler; bei einer Lagebesprechung in der "Wolfsschanze" in Masuren deponierte Claus Schenk Graf von Stauffenberg die Bombe. Als sie explodierte, war er bereits wieder auf dem Weg zurück in die Bendlerstraße, wo gegen 16 Uhr 30 das erste Fernschreiben der Verschwörer mit den Worten "Der Führer Adolf Hitler ist tot" abgeschickt wurde. Unter welchem Decknamen hatten die Militärs ihr Attentat geplant?

3. Falsches (Zitate-Rätsel)

Welches der drei folgenden Zitate stammt nicht aus der angegebenen Quelle und beschreibt auch nicht Masuren?

a) "Auf einer großen Lichtung erhebt sich die Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert in prächtigstem Barock. Die durch Säulen und Skulpturen plastisch gegliederte Zweiturmfassade erstrahlt in lichtem Ockergelb. Stündlich erfüllt der Klang der Orgel das Gotteshaus. Das Spiel der Orgel wird begleitet vom Tanz kleiner biblischer Figuren aus Holz. Hier findet man nur selten den Ort stiller Einkehr, den man erwartet." (der Polyglott über das "touristische Pflichtprogramm" in Masuren: "Heiligelinde")

b) "Der Tempel F, der mittlere und kleinste, ist auch der älteste der drei. Er liegt völlig in Trümmern - eine Gelegenheit, die Architekturdetails aus nächster Nähe zu sehen. Was bei diesem Bau völlig neu war, war die Umkehr zur klassischen griechischen Form von 6 x 14 Säulen, während der Tempel C zum Beispiel noch das hier typische Maß von 6 x 17 bewahrte." (APA-Guide über die masurische Dreier-Tempel-Anlage bei Grunwald)

c) "Hier hat die Familie ein Museum ganz besonderer Art eingerichtet. Inzwischen haben viele Bewohner der Gegend etwas dazu gestiftet, so dass man sich vorstellen kann, wie die Menschen hier gelebt haben. Frau Dickti serviert ihren Gästen gern Kaffee und Streußelkuchen." (der dtv-Merian-Reiseführer über das private "Masurische Museum" in Sadry/Sondern)

4. Tierisches

Eine der velo.B-Touren führt für eine Woche kreuz und quer durch den letzten Urwald Europas, der sich bis nach Weißrussland hin erstreckt. Dort konnte durch ein aufwendiges Zuchtprogramm wieder eine Herde in Europa selten gewordener Wisente aufgebaut werden. Diese großen, massigen Wildrinder sind eng verwandt mit den nordamerikanischen Bisons. Wie heißt der Nationalpark bei der gleichnamigen Stadt, der 1932 gegründet wurde und auf polnischem Gebiet eine Fläche von mehr als 50 Quadratkilometern einnimmt? Er steht gemeinsam mit dem weißrussischen Schutzgebiet seit 1979 in der Welterbeliste der Unesco.

5. Gläubiges

In Wojnowo (Eckertsdorf) bei Ukta in der Puscza Piszka (Johannesburger Heide) stehen drei russisch-orthodoxe Gotteshäuser. Hier war der Mittelpunkt der - manchmal als Anhänger einer Sekte bezeichneten - so genannten Altgläubigen (im Russischen werden sie Raskolniki für Schismatiker genannt), die vor zwei Jahrhunderten die Reformierung ihrer Kirche nicht mitmachen wollten und deshalb Russland verlassen mussten. Wie werden diese altgläubigen Nonnen, die in ihrem idyllisch am Dus-See gelegenen Kloster sehr abgeschieden leben, genannt? Die Ikonen ihrer Klosterkirche können im Heilsberger Schlossmuseum besichtigt werden.

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel 21. März 2000) auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Die in den beiden vergangenen Wochen ausgelobte Flugreise nach Australien hat Birgitte Nielsen aus 10627 Berlin gewonnen. Sie fliegen mit der australischen Fluglinie Qantas (im Internet unter www.qantas.com) von Tegel aus mit der British Airways über London oder von Frankfurt am Main aus direkt. Auf dem Hin- oder Rückweg können ein "Stop-Over" in Singapur oder Bangkok eingelegt und zu Sonderkonditionen weitere inneraustralische Qantas-Flüge hinzugebucht werden. Der Veranstalter Austravel stiftet darüber hinaus die ersten (oder letzten) Hotel-Übernachtungen in australischen Städten Ihrer Wahl; inbegriffen sind sieben "Flag Yellow"-Voucher, die vor Ort eingelöst werden können.

Bitte stimmen Sie Ihren Reisetermin unter der Telefonnummer 889 20 80 mit den Sponsoren ab. Umtausch, Übertragung oder Barabgeltung des Preises sind ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen. Mehr Reiseinfos gibt es bei der Australian Tourist Commission ATC ( www.australia.com ) oder bei Austravel in der Schlüterstraße 39 (Ecke Kurfürstendamm). Die richtigen Lösungen der zweiten Australien-Woche: 1. Uluru, 2. Swan River, 3. das Zitat a) aus dem dtv Merian-Reiseführer Finnland beschreibt die Besiedelung Skandinaviens durch die Samen, 4. Tracey, 5. Tjuringa (es wurden auch Inma oder Rangga als richtig gewertet). Gottlob hat sich kein Rater durch die falsche Behauptung in Frage 2 irritieren lassen, Perth sei die Hauptstadt von New South Wales. Das stimmt natürlich nicht, Perth bleibt die Hauptstadt von Western Australia.

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