Zeitung Heute : MÖCHTEGERN-HORROR

Iron Doors 3D

Lydia Brakebusch

Mark (Axel Wedekind) erwacht in einem Tresorraum, nur nackte Wände, eine fette Stahltür und ein Schrank. Mark glaubt an einen Streich seiner Kumpels. Einen Tag später dämmert es ihm: Das ist kein Scherz. Im Schrank findet er Schweißgerät, Hammer und Meißel, er fängt an, auf die Wand einzudreschen. Und tatsächlich, etliche Filmminuten später: ein Loch. Nein, von hier an steigt die Spannung nicht, sie sinkt. Denn das ist weder Thriller noch Horrorfilm. Es soll wohl eine Holzhammer-Parabel auf das Leben sein. Dazu zerren die Monologe des Eingekerkerten so sehr an den Nerven, dass man doch Horror verspürt. Einem Mann in Todesangst fallen doch andere Sätze ein als „Ey fuck, ich bring euch Pisser um. Fuck! Aber echt ey! Fuck!“ Und die 3-D-Technik? Die ist sinnlos, wie in vielen nicht animierten Filmen. Schrott.

Lydia Brakebusch

D 2010, 80 Min., R: Stephen Manuel, D: Axel Wedekind,

Rungano Nyoni

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