Zeitung Heute : Moritz von Uslar, Autor

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: Dass gestern gestern war; dass heute heute ist. Guten Tag, lieber Tag! Vorhang auf!

2. Zu Hause: Dass ich vom Bett meinen Schreibtisch sehe. Vorhang auf! Ran an den Schreibtisch!

3. Beim Schreiben: Die Stille.

4. An Interviews: Den Zeitdruck.

5. An meinem Leben: Dass dieses Leben mir gehört. Nur mir. Nehmt euch in Acht, ihr kaputten Diebe!

6. An Berlin: Dass ich hier aufgewachsen bin.

7. An Deutschland: Seine Gedichte.

8. An Fragen: Die besten Fragen kann man

mit Ja und Nein beantworten

9. An Antworten: Ja. Und Nein. Nächste Frage, bitte.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

„Brauchst’ noch was?“ (Charles Schumann)

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Den Geschmack von gestern.

2. Zu Hause: Die Möbel, die den Raum zustellen.

3. Beim Schreiben: Das Föhngeräusch des Computers.

4. An meinem Leben: Dass ich viel zu oft mit mir, den Bändern, dem Computer alleine bin. Der Teufel hat entschieden, dass gute Arbeit nur alleine geht.

5. An Berlin: Dass die Münchner Berlin für so

aufregend halten. Vergesst es doch.

6. An Deutschland: Dass die schönsten Gedichte

über Deutschland alle schon geschrieben sind.

7. An Fragen: Das doofe Fragezeichen.

8. An Antworten: Wenn sie Ausrufezeichen brauchen.

9. Ansonsten…: Ich möchte einmal noch erleben, dass eine Uslar-Premiere rundherum erfolgreich ist. Let’s go, Christina Paulhofer, Alex Harb, Mavie Hörbiger!

10. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte:

„Es reicht.“

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