Zeitung Heute : MULTIMEDIA-RICHTLINIE

Eine neue internationale Industrie-Richtlinie soll Multimedia-Anwendern das Leben erleichtern, indem viele Funktionen in einem Gerät vereint werden.Wie die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) am Dienstag in Genf mitteilte, wollen 40 Konzerne der Unterhaltungselektronik- und Kommunikationsbranche und Industrieverbände im September 1999 eine Vereinbarung über standardisierte Multimedia-Geräte verabschieden.

Die auf Grundlage dieser Vereinbarung produzierten Geräte sollen dem Verbraucher die gleichzeitige Nutzung von Multimedia-Angeboten mehrerer Anbieter ermöglichen, für die er bisher verschiedene Geräte (Fernseher, Radio, Computer, Decoder) brauchte.Die derzeitige Situation im Multimedia-Bereich, so die Argumentation, sei für den Anwender teuer und verwirrend und behindere deshalb die Verbreitung digitaler Angebote.Mit der Einigung auf ein universal-kompatibles Gerät solle diese unerfreuliche Entwicklung nun gestoppt werden.

"Wie das Gerät hinterher aussieht, bleibt den einzelnen Herstellern letztlich selbst überlassen", sagte der IEC-Sprecher Dennis Brougham auf Anfrage."Fest steht aber bereits, daß ein Internet-Zugang Pflicht sein wird." Die zur Herstellung entsprechender Geräte notwendigen technologischen Voraussetzungen existierten bereits.An der Entwicklung der Vereinbarung beteiligen sich laut Brougham unter anderem Vertreter von IBM, der Telecom Italia, Motorola und der European Broadcasting Union (EBU).

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