Zeitung Heute : Multimedia zum Anfassen

KURT SAGATZ

VDI-Event in Aachen, München und Berlin / Studenten wollen über Chancen und Risiken aufklärenVON KURT SAGATZDer Begriff Multimedia ist faszinierend und unverständlich zugleich.Fast jeder kennt ihn, doch kaum jemand weiß, was sich dahinter verbirgt.Die im Arbeitskreis Studenten und Jungingenieure des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) vertretenen Jungwissenschaftler wollten sich mit diesem Mißstand nicht länger zufrieden geben.Ihre Antwort: Das Projekt "Moving".Moving ist eine Veranstaltung, die am 22.November zeitgleich in Aachen, München und Berlin stattfindet.Moving verbindet die drei Städte (genauer gesagt drei Hörsäle in diesen Städten) mit einem Hochgeschwindigkeits-Datennetz, um über Chancen und Risiken der neuen Techniken aufzuklären.Die Veranstaltungen ­ in Berlin steht der Audimax der Technischen Universität an der Straße des 17.Juni zur Verfügung ­ sind frei zugänglich, denn die jungen VDI-Mitglieder wollen nicht nur Kommilitonen und andere Wissenschaftler ansprechen, sondern jeden, der sich privat oder beruflich für die Technik der Zukunft interessiert. "Moving" setzt sich aus drei Teilen zusammen.In der Mitte steht der Themenpark.Dort soll anschaulich demonstriert werden, wie sich die Lebensbereiche Wohnzimmer, Büro und Schule durch den Einsatz der neuen Technologien verändern werden.Parallel dazu finden nach einer einführenden virtuellen Reise durch die Zukunftstechnologien in den drei großen Hörsälen in Aachen, München und Berlin zahlreiche Firmenvorträge statt, die die unterschiedlichsten Techniken erläutern sollen.Die Teilnehmer am Moving-Event haben daneben die Möglichkeit, ihr besonderes Interessensgebiet in sechs Workshops zu vertiefen.Hier geht es unter anderem um die Fragen, welche Technik die Info-Highways der Zukunft benötigen, was Information ist und woher man weiß, daß sie echt ist und um die Veränderungen der Arbeitswelt durch Informationstechnologien.Die Thesen, die in den Workshops entstehen, werden abschließend auf einer zentralen Podiumsdiskussion zum Gespräch gestellt.Das besondere an Moving sind jedoch nicht allein die dort angerissenen Themen.Es soll nicht nur über Technik geredet, sondern vielmehr auch Hightech eingesetzt werden.Dafür werden am 22.November die drei Städte mittels ATM-Hochgeschwindigkeitsleitungen verbunden.Das Besondere daran: Der Diskutant aus Berlin wird mit den Gegenspielern aus Aachen und München in einem virtuellen Raum zusammengeführt.Die drei Diskussionsteilnehmer stehen jeweils in einer Bluebox, wie sie aus dem Fernsehen bekannt sind.Die drei Bilder werden über die ATM-Leitungen nach Aachen transportiert und dort in einem Hochleistungsrechner in einen gemeinsamen Hintergrund eingefügt.Das dort errechnete Bild wandert wieder zurück in die drei vernetzten Orte, um dort auf riesige Leinwände projeziert zu werden. Möglich wird der Multimedia-Event erst durch die Unterstützung zahlreicher Unternehmen und Institutionen, die als Sponsoren auftreten.Hierzu gehören unter anderem die Telekom, Oracle, Sony, Toshiba, aber auch Firmen wie Sixt oder der Gerling-Versicherungskonzern und Institutionen wie die GMD und die drei Technischen Universitäten in Aachen, München und Berlin.Die Organisation lag in Händen des VDI-Arbeitskreises Studenten und Jungingenieure, die während des achtmonatigen Vorlaufes viel Zeit und Energie investierten. Daß das Studium während dieser Zeit verständlicherweise vernachlässigt wurde, ist nach Ansicht vom Mitorganisator Jens Groth, der an der TU Maschinenbau studiert, zu verschmerzen.Schließlich bot die Arbeit die einmalige Chance, eng mit den unterstützenden Firmen zusammenzuarbeiten, was sich für die persönliche Zukunft der Arbeitskreis-Mitglieder durchaus auszahlen kann.Nähere Informationen: VDI, Telefon 315 03 901 oder im Internet unter

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben