Zeitung Heute : Multimediales Streitgespräch

DAVID KAUFER

Strieder fordert mehr Unterstützung von den UnternehmenVON DAVID KAUFER"Deutschland 2000: Aufbruch ins Informationszeitalter oder Kriechspur auf der Datenautobahn?" Unter diesem Motto fand am Mittwoch das sechste Streitgespräch der Tempelhofer Hauptbibliothek statt.Was muß sich bis zur Jahrtausendwende in den Bereichen Industrie, Verwaltung, Schule und Bibliothek verändern, um nicht zurückzubleiben? Werner Kanthak von Hewlett Packard meint, daß Wissensvorsprung und Innovationsfähigkeit im Jahr 2000 die allein entscheidenden Faktoren sein werden, ob ein Unternehmen überleben kann oder nicht.Für Deutschland fordert er als "nationale Aufgabe" die Forcierung der Vernetzung, besonders an den Schulen.Der Senator für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie, Peter Strieder, sagte, daß das Image der Hauptstadt Berlin von einer "angemessenen Reaktion" auf die Informationsgesellschaft abhängig sei.Er verwies auf mehrere Projekte, zum Beispiel im Bereich der Lehrerfortbildung.Von der Berliner Industrie fordert er, dafür mehr Geld oder Sachspenden bereit zu stellen, wie es z.B.in Nordrhein-Westfalen geschieht.Sascha Korp vom Stadtinformationssystem Berlin (www.berlin.de) möchte die "interaktive Verwaltung" zum Nutzen von Einwohnern, Unternehmern und Touristen, aber auch von Behinderten, schneller ausbauen.Es gäbe weiterhin besonders in der Berliner Verwaltung große und schwer überwindbare Widerstände gegen die Vernetzung.Die Direktorin der Amerika-Gedenkbibliothek, Christine-Dorothea Sauer, verwies auf die immer größer werdende Rolle der Bibliotheken wenn es darum gehe, die Benutzer auch mit dem Internet vertraut zu machen.Deshalb müßten sie durch Personalschulung und die Bereitstellung von Hardware unterstützt werden.Konrad Umlauf von der Humboldt-Universität machte darauf aufmerksam, daß in Deutschland die Bibliothek als einzige Institution die verschiedensten Bevölkerungsschichten erreiche.Zentrale Bedeutung käme ihr daher auch bei der Vermittlung des Wissens über die neuen Medien zu.STEFAN

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